Archive for the 'frolicking' Category

Sonntag, Mai 31st, 2009

Als ich die, scheinbar mit Hand geschriebene, Postkarte mit dem darauf abgebildeten Buch Heimfahrt aus dem Briefkasten fischte und dann auch noch auf der Rückseite die Textfetzen

Ihnen könnte es nicht unterlaufen zu töten, … Träume, … Gewissen, … Leben, … Kriege…

las, dachte ich schon, die Zeugen Jehovas seien von kleinen, persönlichen Kritzeleien auf Wachtürmen (Lieber Herr…, leider konnten wir Sie nicht zuhause antreffen…) auf vollwertige Kärtchen umgestiegen.
Umso mehr habe ich mich dann natürlich gefreut, dass die Karte vom Thomsn Verlag war und das neue Buch bewirbt. Vielleicht kauf ich’s ja.

Liebes Tagebuch,

Dienstag, März 10th, 2009

heute habe ich Ohren des persischen Königs Haman gegessen. Lecker waren sie, vielleicht ein bisschen trocken, es ist aber natürlich auch schon eine Weile her, seit sie ihm abgerissen sind (als man ihn daran aufhängte). Die albernen Feste anderer Kulturen finde ich immer liebenswert.
Gefüllt waren die Hamantaschen angeblich mit Dattelmus, aber ich glaube, es war doch Pflaume. Wahrscheinlich ein Übersetzungsfehler, ich hab’ mich aber nicht getraut, was zu sagen.

Happy Purim, O.

Der Knochenmann

Dienstag, Februar 17th, 2009

Am 19. kommt Der Knochenmann mit Josef Hader. Und ich werde nicht da sein, um ihn zu sehen.

Das hier war übrigens auch Josef Hader und ich dachte, ich müsse es nicht dazuschreiben. Aber nicht mal spalanzani hat ihn auf den Fotos erkannt; dabei saß ich doch in erster Reihe und meine kleine Olympus hat so schöne Bilder gemacht.

Hinter Dir!

Montag, Dezember 29th, 2008

Ein dreiköpfiger Meese!

Huhuhu.

Samstag, Oktober 4th, 2008

Kalt wird’s, draussen. In meiner Wohnung aber duftet es von der Heizung her nach geröstetem Staub. Vielleicht kocht mir bald jemand eine Kürbissuppe.

Freitag, Juli 4th, 2008

Dann eben die Geschichte von Julia.

Das schönste an Julia war ihre Inoranz. Für sie waren die Jungs, die von allen Seiten anströmten, lustige Sachen erzählten, uns ihre Begleitungen vorstellten oder gelegentlich CDs schenkten einfach Teil der Umgebung. Nicht die nervösen, sabbernden Kerle, für die ein aufmerksamerer Beobachter sie hätte halten können. Wir freuten uns dann über ihre lustigen Geschichten oder darüber, nicht selbst angesprochen worden zu sein. Julia war unheimlich beliebt. Als Besabberungsobjekt oder perfekte Begleiterin jeder Kleingruppe.
Den Kerlen gingen irgendwann die Geschichten aus und wenn sie dann immer noch lustig waren, wurden sie eingegliedert und profitierten auf andere Weise von Julia, als sie es ursprünglich geplant hatten (anstatt “profitierten” bitte “took advantage” denken).

Da Julia auch beruflichen Dingen gegenüber ignorant war, jobbte sie in einem Callcenter. Dort musste sie für eine Telefonfirma Kunden anrufen und ihnen eine Homepage aufschwatzen.

klingeling Klingeling

Er: Redaktion SpOn.
Julia: Hallo, mein Name ist (…), von der Firma (…) . Sie sind ja schon seit einiger Zeit Kunde bei uns. Wir haben da ein interessantes Angebot für Sie. Hätten Sie Interesse an einer von (…) erstellten Homepage? Wir haben da tolle Einstiegspreise.
Er: (lacht)
Julia: —
Er: Sie wissen, wo Sie hier gelandet sind?
Julia: (gequält) jjjjaaa.
Er: Wir haben (…) Milliarden Seitenzugriffe pro Woche.
Julia: Jjjjaaaaa, ich weiss… (Aber wenn ich gleich aufgelegt hätte, wäre ich jetzt meinen Job los, spielen Sie doch bitte mit, anstatt mich hier zu demütigen. Das Gespräch wird ausserdem aufgezeichnet und wahrscheinlich haben bald alle Kollegen eine Kopie davon und mein Unglück wird hemmungslos weitergetratscht).

Die Geschichte ist übrigens wahr. Nicht wahr ist, dass ich Julia die Ignoranz wirklich abgenommen hätte.