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2005.01.16 | 17:46 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Ein Ton, den man nicht hört

Wir haben uns unter Laub versteckt, als es kalt wurde, und unsere müden Herzmuskeln gestreichelt, unsere Augenbälle geküsst und unsere schuppigen Seelen aneinander gerieben. Die feuchte Erde hat unsere Glieder gehalten, wie wir die unseren, Handballen und rissige Haut schmatzhaft aneinandergedrückt. Wurzeln wuchsen uns in die Gesichter und kleine Tiere nisteten in unserem Haar, unser Atem gab Dachsen Nahrung. Kleine Pfoten rieben unsere Nasen. Als der Frost dann kam, blieben wir still, Gleichnisse aus Höhlen schlagend, Blick in Blick. Lange Zeit war Nichts kein Wort mehr. Und nun fängt langsam das Riechen wieder an, und das Schmecken. Wasser tropft in Ohrmuscheln und Geräusche bahnen Wege. Doch was kommen wird, wenn die Sonne zum ersten Mal wieder kleine Welten vibrieren lässt, tageslang, kann niemand sagen. Bis dahin heißt es blinzeln.

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