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Befindlichkeiten


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2005.09.28 | 16:10 | Mela PERMALINK  |  TRACKBACK
Blinder Fleck

Khun Anong und Patricia nehmen mich mit zum Essen, ins Mali, am Pitak Court, wo auch schon das schwedische Koenigspaar mehrfach zu Gast war, wie Photos an der Wand belegen. Ich ueberrede die beiden, den morgigen Tag am Pool der deutsch-thailaendischen Gesellschaft zu verbringen, anstatt ins Fitnessstudio zu gehen, wie sie es eigentlich vorhatten. Ohne Nachspeise besuchen wir Joy, deren Atelier sich ganz in der Naehe befindet. Wir setzen uns auf den Boden, hinter uns stapeln sich Rahmen und Zeug, und Khun Anong erzaehlt ganz beilaeufig, dass ein paar Tage zuvor Joys Wohnung abgebrannt ist, und mit ihr diverse Bilder. Der Vermieter sei zwar versichert, wolle aber den Schaden nicht melden, da er sonst hoehere Beitraege zahlen muesse. Joy macht derweil Kaffee und Tee und geht Milch holen, im 7/11, und lacht und raucht und dann sitzen wir da und Khun Anong und Joy unterhalten sich auf Thai, Patricia und ich auf Englisch und ich verstehe zunaechst ueberhaupt nicht, was Patricia meint, als sie ploetzlich sagt, wir sollten jetzt vielleicht besser gehen. Ich schaue herueber und sehe, wie Khun Anong Joy umarmt und verstehe immer noch nicht, erst als ich sie schluchzen hoere und zittern sehe wird mir bewusst, dass der Kaffee und der Tee und das Lachen und alles andere vielleicht ein wenig zuviel waren fuer jemanden, dessen Bilder gerade verbrannt sind, mitsamt der Wohnung. Und frage mich, warum sich das Offensichtliche manchmal so in sich selbst versteckt. Warum das alles so ist.

Weitere Worte ueberfluessig.

2005.09.28 | 04:42 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Die Hand vor Augen

An der Sukhumvit/Asoke raus aus der U-Bahn, zischelnde Tueren, wortlos, die Rolltreppe hoch, erste Ebene, alle Gedanken der letzten Tage in der Tasche, alle Sorgen auch, vielleicht, all das ganze Zeug. Auf den Ohren die Kopfhoerer, in den Augenwinkeln vorbeihuschende Lichter, Schilder, Gesichter. Die Haende in den Hosentaschen, oder nah am Brustkorb. Gebete. Die Rolltreppe hoch, zweite Ebene, nah am Licht schon, in den Klangteppich eingewebt, Muse, Falling away with you. Als die Gitarre einsetzt bin ich oben, geblendet, links ein Polizist, rechts ein Engel, Werbehostess im Kostuem. Echte Federn an den Fluegeln. Nackte Schwaene, nun? Der Engel laechelt dem Polizisten zu, der Polizist dem Engel, ich gehe zwischen ihnen hindurch und laechle auch, jemand anderem zu, und mir selbst. Einfach so.

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Feuerwerk der Referenzen. Fragezeichen. Ruhe.

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