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2005.10.17 | 15:39 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Pathologie, Vivisektion, Textkörper

Dass man das nämlich eigentlich gar nicht so aufschreiben darf, und noch nie durfte, jedenfalls nicht hier, all das Darbieten und das Jammern, als ob jemand hören und gar helfen würde. Weil das wie mit Spiegeln ist, in denen man sich selbst verliert. Und dann gar nichts mehr weiß. Weil so die Erinnerung das Leben betrügt, schon während sie entsteht. Die Bilder alles auffressen und sich nahtlos über das Reale stülpen. Das sie selbst sind. Die Relativierung aber muss an gefesselten Gliedmaßen aus der Stadt geschleift werden, auf dem Schotter des Ekels entblankt. Jedes geschriebene Wort macht mich ein wenig unschärfer, seit Jahren schon. Man kann mich gar nicht mehr fokussieren, so sehr wütete die Dekonstruktion, so stark der Wunsch nach Auflösung, unbewusst. Schon lange gibt es keinen Ort mehr, an den man gehen könnte. Schon lange will ich einfach nur gerettet werden, auf dass all das fort ist und nie wiederkommt. Was einst half, ist der eigene Tod. Dies alles darf hier nicht stehen, dies alles darf gar nicht sein. Es ist ein Ende, schon auf dem Gang zu hören, und das schwarze Loch im schartigen Brustkorb wird bald so groß sein, dass nichts anderes mehr sein kann. Und somit auch nicht ist.

#

Deshalb nichts von dem Hügel, auf dem wir saßen, nichts von der Nacht und der Unbeholfenheit, vom stillen Glück und all dem Anderen. Nichts davon. Nicht hier.

Only

Dies hier nichts anderes als ein Schrei. Ich kann mir zusehen, beim Zerfall.

COMMENTS

1 - posted by Felicien | 2005.10.17 | 22:46

Letzte Woche rief ein Sammler an, er wolle den stillgelegten Sektionsraum unter meinen Atelier mieten. Ob denn die alten Bahren und der Seziertisch noch dort wären. Ich werde ihn, bei nächster Gelegenheit, auf einem der sieben Hügel vorstellen.

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