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2006.04.06 | 11:48 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Everything is quiet

Dieses großartige Irren, das gar keines ist, schon gar nicht eines zum Zeitvertreib; diese herrliche Unfähigkeit, selbst die kleinsten Dinge des Alltags zu meistern. Jetzt gerade. Der Himmel als immer gleiche Referenz, die mühelos bemüht werden kann. Dieses Blau dort drüben, dieses Weiß. Formbarkeit des Außen. Innen. Spiegelbild, dialektisch. Der Blick hinunter bis zum Hafen, hinauf bis zu den Bergketten, an die sich die Wohnblöcke der Defavorisierten klammern. Ganz nahe bei den zerklüfteten Schluchten, ganz nahe am Auge, an den Handinnenflächen und am Brustkorb. Wir verschränken die Arme und die Welt und vielleicht auch unsere Leben miteinander, zitieren Walter Benjamin in Theorie und Praxis und wenn ich jetzt das Wort “Glück” verwenden würde, käme mich das bestimmt teuer zu stehen, deshalb denke ich lieber an das ungesagt Gesagte sowie an dessen Verwandtschaft; vertraue auf die Sprachlosigkeit der Zeichen. Palimpseste eines jeden dieser Momente, versteckt in jeder einzelnen Falte unserer Zeit.

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Wenn ich einmal einen Hund hätte, würde ich ihn Eugen Gomringer nennen. Ich würde ihn “Eugen” rufen, im Alltagsgeschäft, und “Herr Gomringer”, benähme er sich nicht. Welch große Freude doch ein Haustier bringen kann, und sei es nur imaginär. Noch nichts gegessen, heute.

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