STRUPPIG.DE
zak
Befindlichkeiten


ASC  |  DESC
NEXT
2006.08.21 | 06:01 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Proskription statt Glucon

Hitze
Vogellärm
Putzfrauen
Autohupen
Krallenaffen
Hundekläffen
Kindergeschrei
Topfgeklapper
Anophelesmücken
Tomatenverkäufer
Ventilatorengeräusche
Krakeelende Nachbarn
Dialektgemurmel auf der Veranda
Allgemeine Überfüllung des Planeten

An|oph|thal|mie [gr.-nlat.] die; -, ...ien: angeborenes Fehlen oder Verlust eines oder beider Augäpfel (Med.)

2006.08.21 | 06:00 | Korrespondenz PERMALINK  |  TRACKBACK
Thomas B. is in the House

Die Leute glauben ja, also zumindest die normalen Leute, die auf der Straße und in den Büros, die mit der Kunst nichts zu tun haben, die gar nicht wissen, was das eigentlich ist, die Kunst, die auch eigentlich an und für sich nicht viel denken, nicht, weil sie nicht wollten, sondern weil sie es halt nie gelernt haben, das muss man ja auch lernen, das Denken, das kommt ja nicht einfach so, da muss es ja auch eine Umgebung haben, eine richtige, eine Denk-Umgebung sozusagen, damit man überhaupt denken kann, oder es erst einmal lernen kann, das Denken, die Leute glauben also, diese Leute glauben also, und ich sage mit Absicht „glauben“, weil das ja etwas ganz anderes ist als das Denken, das Glauben, das Glauben geht nämlich einfach so, da braucht es nicht viel für, eher wenig, das macht es noch einfacher, das Glauben, wenn ansonsten wenig da ist, diese Leute glauben also, dass das ganz einfach sei, mit dem Schreiben, dass einem einfach irgendetwas einfällt und man sich dann hinsetzt und es aufschreibt, dieses Irgendetwas und das sei es dann auch schon, mit der Schriftstellerei. Da werden Sie aber nicht weit mit kommen, das kann ich Ihnen sagen.

2006.08.21 | 05:55 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Haltestelle. Geister. Obsessionen, Teil III

Keines der Photos, die er an diesem Abend von ihr machte, zeigt sie fokussiert, auf jedem nur entzieht sich ein verwischter Schemen. Und doch würde er behaupten, fragte man ihn, dass er sie mit geschlossenen Augen zeichnen könnte, jeden ihrer Umrisse, jeden Schatten, den sie schlug. Eine dreiste Lüge, und vielleicht noch nicht einmal eine schöne Metapher. Er selbst hingegen erkennt sich gar nicht wieder, wie er dort am Herd steht, digitalisiert, mit einem Holzlöffel oder einer Languste in der Hand.

Abt.: Die lauwarme Herzensschrift oder Das immerwährende Elend der Romantik

Disclaimer: Die Rechte an sämtlichen Texten dieses Weblogs liegen, soweit nicht anders angegeben, beim Autor/Blog-Inhaber. Jedwede anderweitige Verwendung dieser Texte bedarf einer vorherigen Absprache. Der Inhaber dieses Blogs ist nicht verantwortlich für die Inhalte verlinkter Websites. Kontakt: domicile [dot] conjugal [at] email [dot] de