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Befindlichkeiten


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2007.07.17 | 15:07 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Sommer, groß

Wir saßen in Weimar, am Theaterplatz, natürlich tranken wir Pastis, ein paar Mützenmännchen mit Skateboards übten sich auf der Freitreppe und mein Fuß tat weh. Wir warteten auf Thomas Bernhard und mein Großvater war gestorben, ein paar Tage zuvor. Ich war nicht auf seiner Beerdigung, weil es keine gab, kam aber trotzdem von Zuhause, wo ich Photos von seinem Benz gemacht hatte, der möglichst schnell verkauft werden sollte. Ich habe keine Lust mehr auf Theorie, sagte ich, und ich weiß nicht, ob Du mich verstanden hast. Ich war so verliebt wie noch nie in meinem Leben, zumindest glaubte ich das und vielleicht stimmte es auch. Mein grundsätzlicher Geisteszustand war der eines Blödsinnigen und ich hatte tatsächlich eine Flasche Wein in meiner Tasche, und Plastikbecher. Irgendwann später sagtest Du mir, dass ich unerträglich gewesen sei, an diesem Tag, und Du schon am Bahnhof überlegt hattest, mich einfach stehen zu lassen.

In unseren Taschen hatten wir beide das gleiche Buch: Fragmente einer Sprache der Liebe.

[Mémoires involontaires. Fetisch Glück. Ethik der Erinnerung.]

[...] Gesucht und gefunden, in der Einsicht verbunden: Du gibst, was du brauchst, ich glaub, was ich seh - endlich mal etwas, das ich fast versteh. [...]

Kettcar - Balu

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