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zak
Befindlichkeiten


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2007.08.02 | 23:17 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Geist und Berg

Er sprach nicht darüber. Was hätte er auch sagen sollen? Die Bilder wurden gekauft, weil sie gut waren. Weil sie handwerklich gut waren und weil sie in ihrer angenommenen Nachträglichkeit mindestens ebenso gut funktionierten wie sie als das funktionieren würden, was sie wirklich sind. Vielleicht sogar besser.

Wie es sich anfühlt, für das Subjekt. Ist das nicht die eigentliche Leistung, dies einfangen zu können? Subjekt? Wie recht Sie doch haben, Frau Berg. Die Wurzel allen Übels, die Individualität. Wie viele Wege der Zuneigung gibt es, wie viele Arten von Liebe?

Du kannst plötzlich fliegen, tatsächlich, und es funktioniert einmal, zweimal, und dann plötzlich nicht mehr. Wie geht man damit um? Zunächst damit, dass das gesamte Weltbild nicht mehr stimmt, die Verwunderung darüber, dass es doch so etwas gibt, dass doch mehr Dinge zwischen Himmel und Erde blablabla – und dann noch das andere, das zweite, die Frage dann plötzlich: Ist dies nun wirklich passiert? Und wieso ist es wieder weg? Was ist hier geschehen?

Es ist so verdammt klassisch – Du siehst dieses Bild und danach ist alles anders. Was hast Du gesehen, an diesem Abend? Was hat dieses Bild mit Dir, mit UNS gemacht?

Ich werde durch Deine Stadt gehen und Du wirst nichts davon wissen.

2007.08.02 | 16:16 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
Sag kein Wort (We’ll meet at the Surrowgate)

Ob es feucht war, an diesem Abend? Es fühlt sich so an. Als ob es Regen gab. Dabei war es natürlich nur die Luftfeuchtigkeit, die Regenzeit lange vorbei. In den wassergefüllten Gräben, die die alte Stadt durchädern, schillerten bunt leuchtende Drahtfiguren, bizarre Schmetterlinge, Schnecken, großäugige Kinder. An der Innenseite des Plastikdaches unseres TukTuks ein Aufkleber, der für eine Shooting Range warb. Im Kino war es kalt, wie immer, unsere klammen Kleider halfen uns nicht. Wir vergruben unsere nackten Füße unter unseren Körpern, auf den weichen, dunkelblauen Sitzen. Außer uns nur ein älterer Herr im Saal, weit hinten. Gemeinsam standen wir stramm, als die Nationalhymne erklang. Die Bilder aus dem Leben des Königs waren noch andere, kein Pixelgetöse, keine überengagierte Agentur. In der Nacht falsche Blumen und warmes Fleisch. Die Sanftheit in den Augen der Menschen, auf den Straßen, im Neonlicht, ist eine ganz andere als das stumpfe Starren der Tiere, die nichts ahnen können, von all dem.

Siehe auch: Die Tätigkeit des Gefechtsschreibers.

[...] Zuckerguss, Energieerhaltungssatz, Zungenkuss in Schäferstunden – alles, alles, alles wird neu erfunden. [...]

Einstürzende Neubauten – Alles

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