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2005.02.04 | 21:27 | Ich >< Welt PERMALINK  |  TRACKBACK
How to disappear completely

Über der Stadt kreist die Zeit, in meinen Taschen sammeln sich Sandkörner. Man kann den Wind schmecken, über der Stadt, wie er von Bagdad herüberweht, aus den Camps, Dünen und Metall, Wärme. Eisregen über Berlin. Die Hand hoch halten und etwas sagen, etwas glauben, vielleicht. In den Straßenbahnen fault das Fleisch, an den Haltestellen stehen die Toten. Geister. Indianermusik. I’m not here. This isn’t happening. Die Bomberstaffeln warten aufgetankt unter den Polkappen, die heimlichen Bunkeranlagen waren niemals weg. Der Zucker in den Caféhäusern karamellisiert, flambiert auf Lippen, Worte, die niemand hören will, Gesten, die niemand braucht, der Geruch verbrannten Fleisches. Auf den Dächern Männer in Uniformen. In den Flüssen U-Boote. Bei den Grünanlagen marschieren Unsichtbare auf. Tanz die Stimmen weg, bis du nichts mehr hören musst. Such das Herz der Finsternis. Hab keine Angst im Dunkeln. Bis dein Leben endgültig verpufft und niemals etwas da gewesen ist. Es wird genug geben, die um dich weinen.

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