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Befindlichkeiten


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2006.09.04 | 06:49 | Archiv PERMALINK  |  TRACKBACK
Verschiebungen

Hihi, was habe ich eigentlich geglaubt, was sie sagt, die große Stadt, zu mir? Überhaupt, als ob es sprechen könnte, das dicke Biest. Na, Ignoranz, pfui, kann es natürlich, sprechen, das Ding. Sagt bloß nicht, was ich hören will. Da steh’ ich draußen, in der Kälte, und schiebe kontinentale Platten von einem Ort zum anderen, schweißtreibend ziehen geographische Fixpunkte vorbei und Hunter S. Thompson sitzt im Baum, winkt, husch, auch vorüber. Hatte ein Schild in der Hand, mit Edding beschriftet, groß, lesbar, deutlich, trotzdem keine Ahnung, was da stand. Viel zu schnell, das alles. Dann kommen auch schon Pisa, Rom, Venedig, und ich denke Huch, zu weit, viel zu weit, jetzt hat sich das vollends erledigt, mit dem Gesamtbild, Atlanten müssen neu gedruckt werden, in Millionenauflagen, dabei wollte ich doch nur kurz in ein Fenster schauen, einen Rat einholen, beschlagt. Nicht soweit südlich. Aber was hätte es gebracht, spricht doch noch nicht einmal die Stadt verständlich. Hinten links der Abgrund, noch umschiffbar, aber ernsthaft: Wer Steine im Hinterhof hat muss auch von Wasabi weinen. Im Endeffekt treibt man als Katalysator durch den Muff. Ich staple also die Erdschichten neben den Steinen im Hinterhof, grüße kurz das leuchtende Innen und reformiere das Nachrichtennetz. In taube Ohren schreie ich schließlich am liebsten. Und wer zu mir spricht, muss stumm sein. Ein stilles Lied, ein Erdbeben, noch einmal der Baum mit Hunter, dann Ausglühen, verbuchter Fehlschlag, gute Nacht.

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