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Befindlichkeiten


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2004.11.23 | 19:28 | Nerd of Love PERMALINK  |  TRACKBACK
Anrufe in Abwesenheit

Ich weine und kann nicht aufhören, weil die Seele so sehr flattert, nichts kann sie festhalten, es ist Kitsch, ich weiß, aber wahr, die Wahrheit ist Kitsch, sie flattert und zuckt und kann doch nicht weiter, nicht darüber hinaus, hinaus über das, was ist und auch die Möglichkeiten, die sie anstößt, wenn sie ihre Sehnen, Seelensehnen, überdehnt, dass es schmerzhaft schnalzt, wenn sie sich zurückkrümmt und verschwimmt, auch die lassen nur erschaudern, so nah und doch so fern, ein Beutel Klischees liegt daneben, auf dem Boden, ich kann nichts anstoßen, nichts öffnen, sie brennt nicht, sie schwimmt, zuckt und doch darf nichts sich Artikulation nennen, dumpfes Grunzen ist alles, was hörbar, leise, wenn überhaupt, ein Wimmern vielleicht, was ist das, was ist das? Warum gebe ich all das her?

Silencio. Blickdichtes Erschaudern. Waldgebiet.

Dann schon beginnt wieder das Abstandnehmen, dann schon, zu sich selbst, zu allem, Abstand nehmen von den Dingen und ihrer Haut, ihn weg nehmen, um das unrettbare Ich zumindest temporär in Sicherheit zu wiegen, weil es sonst nicht geht und es muss doch gehen, muss es doch. Hinweg. Muss es. Hinweg. Wie viele Engel finden auf einer Nadelspitze Platz?

[...] How fragile we are. How fragile we are. [...]

Nils Landgren - Sentimental Journey

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