Angekommen sein heißt, nicht mehr weitergehen zu müssen sondern suchen und finden zu können. In diesem Sinne ein Privileg, aber kein grausames – so man nicht in seiner Freiheit gefangen ist.
Die Grausamkeit hat da wohl mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen als das Privileg an sich. Meine Frage steht.
“Wenn Verdammung und Privileg ein und dasselbe sind, [...] dann verliert die menschliche Existenz ihre Dimensionen und wird unerträglich leicht.” (Kundera)
In Aix en Provence, da laufen am Nachmittag so Typen herum, diese Sorte
Banlieu Helden der Vorstadt, mit gerade geschnittenen Kappa
Trainingsanzügen. Du schaust Sie an und denkst: Gerade erst aufgestanden,
der Frenchie, oder: Jetzt holt er sein Baquette, der Schlingel und dann
steigt er zurück ins Doppelbett zu seiner olivbraunen Göttin. Später dann,
am Place de la Cite - Du schlürfst deinen zweiten Pastis und hängst diesem Midilicht nach, da hat genau dieser Typ, der
mit dem coolen Heutemachichmalnichtsblick, schon lange deinen Porsche
ausgeräumt oder die zentnerdicke Kette deiner Doktor600 mit einem
Zahnstocher oder einer Gauloise oder was weiss ich geöffnet. Dankeschön,
France. Tres gentile.
aber doch nur grausam im sinne von: nicht weiter kommen / koennen. oder?
Oha. Nicht nur. Erstmal ist es ein Privileg. Frauen lesen immer so selektiv.
Angekommen sein heißt, nicht mehr weitergehen zu müssen sondern suchen und finden zu können. In diesem Sinne ein Privileg, aber kein grausames – so man nicht in seiner Freiheit gefangen ist.
Die Grausamkeit hat da wohl mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen als das Privileg an sich. Meine Frage steht.
“Wenn Verdammung und Privileg ein und dasselbe sind, [...] dann verliert die menschliche Existenz ihre Dimensionen und wird unerträglich leicht.” (Kundera)
Meine Antwort: Nein. Die Grausamkeit setzt erst dann ein, wenn die menschliche Dimension zurückschnappt.