Angefangen hatte alles mit meinem Kampf gegen die IKEA-Möbel, noch bevor ich in die Wohnung des Malers zog – nicht die imperiale hier, sondern meine letzte in Berlin, im Gleimviertel. Meine Geschichte beginnt noch vor der Zeit in der Wohnung des Malers. Damals hatte ich eine Ein-Zimmer-Wohnung im Prenzlauer Berg. In einem frisch sanierten Haus, neues Wannenbad, Berliner Zimmer, hohe Decke, strahlend weiße Wände, Reste von Stuck, abgezogene und frisch angeschliffene Dielen. In diesem Zimmer wohnte ich zu Beginn meiner Geschichte schon einige Jahre, und es war möbliert mit einem (teuren, aber scheußlichen) blauen Schlafsofa, einem IKEA-Schrank “Drammen” und einem Tisch aus dem selben Holz. Aluminium, Milchglas, Esche-Furnier. Ebenfalls Esche-Furnier: Regale für die Bücher. Und ein Stuhl, IKEA. Mein einziges Nicht-IKEA-Möbel außer dem Sofa war ein Sessel, den ich bei einem Billigmöbelhaus gekauft hatte und der sich erkennbar mühte, wie IKEA auszusehen. An einem Sonntag im August begann ich, meine Möbel zu hassen.

Protokoll | link | 30. May 2006