Sie begann, wie gesagt, mit meinem albernen Kampf gegen IKEA-Möbel, den ich verlor: Ich zog aus und ließ die Möbel, wo sie waren. Ich zog ein in die Wohnung des Malers. Den Maler habe ich nie kennen gelernt, aber die Wohnung sah sehr wie die Wohnung eines Malers aus, der sich kein Atelier leisten kann. Ich bekam das Zimmer auf dem üblichen Weg, über die Anzeige eines Maklers im Tagesspiegel, provisionsfrei zu vermieten, billig, teilmöbliert. Die ersten Wochen in der Wohnung des Malers waren angenehm, ich genoß, wie ungewohnt alles war. Deutlich in Erinnerung sind mir die charakteristischen Einzelheiten aus dem einsamen Halbdunkel dieser Wohnung: Der immergleiche Vogelschrei aus dem Innenhof und der rätselhafte Geruch nach Geranien, wenn ich das Spaghettiwasser in den Ausguß rinnen ließ.

Protokoll | link | 19. June 2006