Zwei Tage später besuchte ich den General wieder. Ich hatte damals noch ziemliche Schwierigkeiten, mich mit der Tatsache abzufinden, daß die Straßen voller Pferde, Droschken und Dreck waren. Mit Pferden konnte ich noch nie: Groß, kraftvoll, schnell und anscheinend intelligent, aber nicht zu schriftlicher Kommunikation in der Lage. So etwas beunruhigt mich. Mir ist es egal, daß Delphine möglicherweise doppelt so schlau sind wie wir (oder wie auch immer), denn Delphinen begegnet man ja selten und aus dem Wasser kommen sie ohnehin nicht raus. Pferde sind unangenehmer.
Offenbar wusste der General aber, was Automobile waren. Ich wollte von ihm wissen, ob das sein Spezialwissen sei, weil er schon öfter Leute aus meiner Heimat unter seinen Fittichen hatte. Aber nein: Es habe sogar eine Zeit gegeben, in denen Autos benutzt worden seien und es gebe immer noch eine ganze Menge maschinengetriebener Fahrzeuge vor allem für militärische Zwecke. Aber, und er lachte, wer jemals ein Regiment Dragoner befehligt habe, habe keine Zweifel mehr daran, daß das Automobil eine vorübergehende Erscheinung sein müsse und dem Pferd unterlegen. (Ich verkniff mir die Hinweise auf den Kaiser im ersten und die Polnische Reiterei im zweiten Weltkrieg — davon konnte der General ohnehin nichts wissen.)
Törichter Knabe. Manchmal denke ich, er hat gar nichts verstanden. (Der Hrsg.)
