Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

The mechanical act of opening that little gate, for no other reason than that it was a gate from a street into a private enclosure, brought suddenly to his mind his similar entrance into the Torp yard; and the vein of of amorousness in him, like a velvet-padded panther in a blind night, slipped wickedly past all the magic of yesterday’s walk and caused his heart to beat at the imaginary image – for he had never actually seen that provocative picture – of the young girl astride the tombstone!

[Ein paar Zeilen, eine beliebige Mitte, völlig verwoben mit einem viel größeren Text, der sich von hier (wie von fast überall) aus organisch verbreitert, gelassen mit Unsinn und Grabsteinen, aber nie dümmlich-vereinnahmend zwinkernd, wunderlich, hummelsummend.]

Link | 10. Februar 2005, 0 Uhr 07


Weblogs sind ja auch nur Medien der strategischen 1-1-Kommunikation.

Link | 7. Februar 2005, 14 Uhr 42 | Kommentare (4)


Wie wenig man doch Herr seiner selbst ist; daß man gar nicht bemerkt, wie anders man ist über die Zeit hinweg, oder erst spät. Das Element der Bestimmtheit, eine gewisse Zähigkeit des Tuns und Wollens, bröckelt für ein paar Tage unter Enttäuschungen und Verletzungen und Schlafmangel dahin, unter großem Widerstand, aber es ist Februar, wir haben es alle nicht leicht; schon wird die Schwäche bemerkt, die Umwelt reagiert, mit Spott und Rat und billigen Überlegenheiten.

Menschen, das habe ich lange gesagt, sind die Pest. Sie kriegen es nicht in den Griff, ihr archaisches Erbe, das sie jede kleine und vergängliche Überlegenheit ausspielen lässt auch gegen die, deren Stärke sie eigentlich brauchen.

Und dann steht man da, mit Zweifeln am Sinn der eigenen Zähigkeit, also mit Zweifeln überhaupt, und von allen Seiten zeigen die, deren Tun und Lassen man unter Opfern zu unterstützen meinte, Unzufriedenheit und Ansprüche und Despektierlichkeiten und Herrschaftsgesten (als hätte man nie anders gekonnt als die Opfer zu bringen und, falls es so wäre, als entwerte es sie und ihren Bringer). Man wird selbstgerecht und ungerecht und patzig und fragt sich, warum man sich überhaupt um gemeinsames Tun und Dasein bemüht. Nicht entscheidbar, ob die neue eigene Schwäche an der Situation Schuld hat, die lange Geschichte der Bescheidung oder einfach das eigene gekränkte Ego; nicht entscheidbar, ob man ein Recht hat, in schwachen Momenten nicht mutwillig beschädigt zu werden, nicht entscheidbar, ob man vielleicht dramatisiert.

Vielleicht aber ist er wirklich Unsinn, der Glaube, durch Bildung oder Kultiviertheit oder weiß der Teufel was über diese Mechanismen wegzukommen, vielleicht ist es Unsinn zu glauben, man könne es richtig machen, vielleicht ist eine Nettigkeit, sogar eine unerwiderte, tatsächlich kein Schritt auf dem Königsweg, wie ich hartnäckig und ohne Rücksicht auf die Sitcom-Untauglichkeit der daraus resultierenden Kommunikationen behaupte, sondern nur ein Element der Unterwerfung, das einzige Mittel der Elenden.

[Und dann der sichtliche Erfolg derer, deren Rede nur aus Urteilen besteht, die keine Sorgfalt kennen und keine Achtung, die mit großen Gesten im Leben wie in der Kunst herumfuhrwerken.]

Da haben Sie’s, das Moderne Theodizeeproblem ™. Könnte sein, daß Gott ein Sitcomregisseur ist und es Punkte gibt nur für Lacher und Gesichtsverlust, nicht für die langweiligen, manchmal notwendig verzweifelten Mühen um Menschen und Tun. Könnte aber auch sein, daß das alles eine ungerechte Fehlwahrnehmung ist. Call 0-800-HOWTOTELL.

Link | 7. Februar 2005, 11 Uhr 19


An manchen Abenden muß man aufpassen. Man hat helle Momente. Ein paar Sachen, über die in letzter Zeit verstärkt geredet wurde, ergeben überraschend Sinn, man merkt, wo man hingehören würde, was man tun müsste und was endlich lassen. Man muß aufpassen, sonst glaubt man sich.

Link | 4. Februar 2005, 21 Uhr 17


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