Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Gutes Titelbild. So gut, daß ich das Buch kaufe, obwohl ich den Text schon habe.

Nordisk sommarkväll von Richard Bergh ist das.

[Wie fürchterlich lange ist das her]

Link | 22. August 2006, 11 Uhr 09


Wardriving in Freiberg, Sachsen: WLAN-Name „heim“. Passwort… „lich“? Geht nicht. „insReich“? Geht!

Link | 21. August 2006, 11 Uhr 27 | Kommentare (1)


Da ich nun gerade bei youtube herumstöbere und kunstbetrieb.org Ladytron verlinkt, denen ich ja seit dem ersten mal Playgirl, ich glaube, noch auf –|–, rettungslos & für immer verfallen bin, noch einmal dieses:

Wie skandalös das ist, daß es solche Musik gibt und die gottverdammt renitente Welt wird trotzdem frech nicht besser, es ist absolut unverständlich, es passiert gar nichts; obwohl man schon seit 5 Jahren Ladytron kaufen kann. Es geht alles vorbei und das Böse hört vermutlich einfach nicht zu. Man sollte doch meinen, daß es sonst kurzerhand das Säckel packen und aufgeben und sich einen anderen Planeten suchen müsste.

Sehen Sie doch. Sie ist so toll.
Jawohl. In electro we trust!

Link | 20. August 2006, 1 Uhr 18 | Kommentare (4)


Ich weiß, es ist ein wenig spät, aber habe ich mein glückliches Grinsen bei Lordis Hard-Rock-Hallelujah-Video schon erwähnt? — Aber ich mag ja auch schon immer Meat Loaf. Geflügelte Motorräder und alles, super.

Link | 20. August 2006, 0 Uhr 50 | Kommentare (2)


Wenn man um 10 Uhr aufwacht und unterbrechungslos liest bis 14 Uhr, kann man sich nicht mehr vorstellen, daß man einmal etwas anderes getan haben könnte, geschlafen zum Beispiel; und daß die Welt dunkler sein könnte als jetzt; mit dem Blick, wenn er die Seiten losläßt für einen Augenblick des Nachdenkens oder um einen Satz voll bösartigen Humors auszukosten, mit dem Blick auf die hellen Wolken über den immer noch unrenovierten Dächern gegenüber. Die Helligkeit und Klarheit selbst der Geschichte einer verfahrenen Liebe, mit Davos und Versagen im Spanienkrieg, ist unbezwingbar geworden schon nach vier Stunden.

Link | 19. August 2006, 13 Uhr 15


Den ganzen Tag schon fährt Polizei in Hundertschaften die Schönhauser Allee auf und ab mit blinkenden Blaulichtern, sie schalten die Sirenen nicht ab. In Kolonne ohne Not lärmt brutal auch auch der letzte Wagen noch. Vermutlich jagen sie die Terroristen.

Link | 19. August 2006, 12 Uhr 35 | Kommentare (1)


Die Besonderheit meiner gegenwärtigen Situation ist, daß die Möglichkeit zur Flucht (zum Verschwinden aus einem Leben im Deadlock) besteht und sogar zusammenfällt mit der bürgerlichen Notwendigkeit, eine angemessene Stelle zu finden.

Um zu verschwinden und mein Berliner Leben zu vernichten, müßte ich nicht eines Morgens im ersten Licht eine Frau und ein Haus verlassen, einen Wagen mieten, ihn abstellen, einen Zug nehmen, einen anderen Wagen mieten und mich in Osteuropa verlieren — ich müßte nur tun, was ich ohnehin tun sollte, ein paar Bewerbungen schreiben, ein Angebot annehmen. Weg wäre ich, unverfolgt, in eine andere Stadt und ein fremdes Dasein, nach einigen Monaten hätte ich auch den Tonfall gelernt, ach, Weblogs? Das ist für Studenten, man braucht Zeit, die ich nicht habe. Das alles kann passieren mit einiger Wahrscheinlichkeit, denn eine bequeme Arbeit interessiert mich nicht, ich hätte keine Entschuldigung für einen solchen Mangel an Radikalität. (Bequemlichkeit selbst ist kein legitimer Grund für irgendetwas. Man ist bequem und irgendwann stirbt man, wozu soll das gut sein, wenigstens erproben muß man sich.)

Und deswegen ist es so bizarr im Moment, deswegen rühre ich mich kaum: Das Vernünftige (das, was meine Eltern mir raten würden) fällt zusammen mit der alten und ewigen Versuchung, zu verschwinden und nicht wieder auffindbar zu sein.

[Es gibt keine Flucht. Ich weiß es und sage es mir täglich. Es gibt keine Flucht. (Frisch, Stiller) — ich spreche nicht unbedingt von mir da oben, müssen Sie wissen, sondern von Mir-der-Stiller-wiederliest, natürlich.]

[Nachtrag: Übrigens ganz und gar auf der Seite des verschollenen Stiller diesmal, interessant: Nicht mehr wie früher mit dem geflohenen Erzähler der Meinung, daß Stiller wirklich versagt habe. Vielmehr macht mich die Ungerechtigkeit ihm gegenüber von vornherein wütend, wenn er eine Mimose und hemmungslos ichbezogen genannt wird, weil er sich abkämpft an Julikas Unzugänglichkeit und die Ursache des (ja überaus realen) Problems nicht bei Julika, sondern bei sich selbst sucht. Natürlich konnte er nur fliehen. [Menschen sind die Hölle, das sage ich, seit ich Stiller mit 17 zum ersten mal las, und es wird mit jedem Wiederlesen wahrer, weil natürlich alles wirklich so ist, nicht bei allen natürlich, aber bei denen, die Grund zur Unsicherheit haben, eben schon. Übrigens „Menschen“, nicht „die Anderen“, also alle, will sagen: einschließlich.]]

Link | 19. August 2006, 10 Uhr 07


Zudem: Das um sich greifende MBA-Wesen beunruhigt mich wirklich. Mir scheint, man erzieht dort Menschen zum Beethovenhören, die nie wirklich Zeit bekommen, Beethoven zu hören.

Dabei kann man keinem verdenken, der alten Universität zu mißtrauen. Das Niveau dort ist ohnehin am Boden — und jetzt ziehen auch noch die business schools die junge Intelligenz von den Gymnasien ab für eine Wirtschaftsausbildung, die sicher gut, aber eben naturgemäß von vornherein auch eine Frage von Tempo und Ideologie ist.

Die rundherum schrabblig gewirtschafteten Universitäten mühen sich derweil fruchtlos damit ab, Zigtausende derer, die studieren, weil man eben studiert, wenn man ein lala-Abitur gemacht hat wie Vater Zahnarzt das wollte, nach hergebrachtem Modell zu Intellektuellen zu machen. Die wirklich guten Leute dagegen werden in ein paar Monaten in den Hochglanzhallen der business schools zu scharfen Hunden gedrillt und bekommen kaum eine Chance, sich als denkende Menschen zu spüren.

Und dann spricht eben Guido Westerwelle. Wenn ich mit dieser Deutung der Entwicklungen Recht habe, ist das alles sehr traurig, finden Sie nicht?

[Vielleicht werden wir eben nicht amerikanischer, wie wir glauben, sondern chinesischer: Die Ingenieursausbildung funktioniert ja nach wie vor ausgezeichnet. Man könnte sagen, die Zivilisten sterben aus, übrig bleiben die Wirtschaftskrieger. Es riecht sozial nach aggressivem Techno-Wirtschafts-Bellizismus, nicht nach altmodischem Waffengerassel, also viel eher nach China als nach den USA. Nunja. Empirie-unbelastete Großtheorien halt.]

Link | 18. August 2006, 11 Uhr 56 | Kommentare (1)


Meine Abneigung gegen sogenannte „Galadinners“ wird mir auch nochmal den Hals brechen. (Regelmäßig isoliere ich mich, weil ich mich nicht in der Lage sehe, ernsthaft zu etwas zu erscheinen, das Galadinner heißt.)

Link | 18. August 2006, 11 Uhr 35


MENS
WASHED VELVET BLAZER
ARAN ISLES SWEATER

Link | 16. August 2006, 11 Uhr 52


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