Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Bruckner mit Blechbläsereinsätzen wie Artillerie in die Schafherde.

Link | 31. Januar 2007, 0 Uhr 28


Sie hat ein Weblog! Sie hat ja ein Weblog!
Ich spreche von der sehr primaen Pauline Füg.

[Stimme! Ernst! Und die leichte Ungeschicklichkeit immer. Und riskant, wie sie vorträgt, das kann immer schief gehen, geht aber meistens grade so gut; man muß sie einfach gernhaben dafür. Schließlich der Justus-Jonas-Text, der mir ja eine Weltversöhnung war letzten Sommer, weil der natürlich so funktioniert, daß man selbst unbedingt Justus Jonas sein möchte, wenn man da sitzt und zuhört. Und eine Figur aus den drei Fragezeichen sein zu wollen, weil eine schöne junge Dichterin den so charmant und nachdrücklich auf einer Bühne verehrt; eine Welt, in der so etwas geht, muß ja wohl in Ordnung sein. Eine Cent-Münze habe ich, später am Abend, losgeschnippt — schwarzer Sommerregen stand in den Schlaglöchern — und beschlossen, Frau Füg in mein Herz zu schließen fortan und alles gut zu finden, was sie macht. So war das, damals im Sommer.]

Link | 30. Januar 2007, 3 Uhr 25 | Kommentare (1)


Und einst erzähle ich Euch eine Geschichte von fernen Flugzeugen mit silbrigen Bäuchen, von fernen Flugzeugen und zwei Säugetieren.

Link | 29. Januar 2007, 16 Uhr 02


Es war ein klarer spätherbstlicher Morgen gegen Ende November

Link | 25. Januar 2007, 3 Uhr 49 | Kommentare (3)


So. Schneit also doch. So. Sô.
Verrat. (Immerhin noch nicht hier.)

[Und wie uninteressant die Kälte und das Licht, wie entseelt die Perlmutt-Nachmittage.]

Diese Bitshifterei ist was für Abiturienten, soviel steht fest. Dummheiten für Abiturienten.

Seit zwei Wochen liegen die Hemden zum Bügeln da, ich steige über sie hin, wenn ich ein Glas Wasser brauche. Die Waschmaschine, die ich zum Waschen in die Mitte des schmalen Bades rücken muß, um die Schläuche anschließen zu können, steht seit zwei Wochen in der Mitte des schmalen Bades. Auf dem Weg zum Klo übersteige ich die Schläuche, in zwei Wochen bin ich kein einziges mal hängen geblieben. Gestern nacht habe ich das Geschirr gemacht, es ging nicht mehr: Nicht einmal mehr ein Löffelchen war übrig für den Kirsch-Ehrmann zur Nacht, um dem Hunger Beine zu machen; hungrig zu Bett, weil es keinen Eierlöffel für den Kirschehrmann mehr gab, das war zu erbärmlich. Also habe ich tags darauf das Geschirr gemacht.

Und ich sage ihnen was: Das ist alles genau richtig so. Es ist höchstens noch nicht stumpf genug. Es geht noch viel stumpfer. Vor meinem Ausflug in die Kultivierheit, damals in der Gotlandstraße, habe ich jeden Tag einen Riegel Mars gefrühstückt in der Badewanne, einen Riegel Mars und ein paar Seiten Arno Schmidt oder Borges jeden Morgen, noch heute bemerke ich ein leichtes Ziehen von Glück, im Supermarkt beim Anblick der Marsriegel, dieser widerlichen, nur gefroren überhaupt essbaren Schmierebatzen: Das ist der Luxus schlechter Zeiten, diese Möglichkeit zur Verschwendung, dieses Wegwerfenkönnen von Monaten und Geschmack und Tageslicht, die ungesellige Liebe; das Murphy-hafte, vor allem immer das; die irische Verachtung.

Was mich höchstens stört, ist, daß es so schwierig ist, richtig zu scheitern, wenn man sich (der Stumpfheit wegen) anstrengt. Ein schwererer Stein wäre nicht schlecht, unter dem man auch wirklich zusammenbrechen könnte, und dann befreit sagen: So sei es, nun komm denn, Elend, und sich hinsetzen und abschließen mit der Idee, für selbstbestimmte Arbeit einmal Geld zu bekommen, und fortan eigensinnig altmodische, in jedem Fall adjektivstrotzende Literatur produzieren, die der nach Überschreitung und formaler Radikalität dürstenden In-Crowd unverkäuflich bleibt. Besser als Software allemal, und dann nur rein in die Schublade damit: Das wird ja doch nur besser dadurch, das Zeug.

Schnee, was.

[It was a dark and stormy night, dark and stormy, ganz genau so, ihr Snobs! Gibt es nicht sogar einen Eco-Text dazu…? Ich muß den mal raussuchen.]

[Nein, ich suche ihn jetzt raus. [Minuten vergehen, man hört den Autor im Schatten des im eiskalten Wind schlagenden Rades leise blättern-] Da ist es. In der Nachschrift zum Namen der Rose, unter der Überschrift Die Maske: „Kann einer, der erzählen will, heute noch sagen: »Es war ein klarer spätherbstlicher Morgen gegen Ende November«, ohne sich wie Snoopy zu fühlen?“ — das spielt wohl an auf das hier, wie dem aufmerksamen Leser kaum entgangen sein wird. Wobei die berühmten Worte selbst wiederum von Edward Bulwer-Lytton stammen, diesem angeblich so sagenhaft schlechten Autor, der aber, und das ist das Schönste an alldem, bekanntlich ebenjenes Vril erfunden hat, das bis heute in den Köpfen der Verwirrten, Snoopys und Snoopy-Masken fröhlich weiterspukt, weil der Roman eine breite Unterströmung des europäischen Denkens aufs Schönste gehijackt hat.]

Link | 24. Januar 2007, 20 Uhr 12 | Kommentare (3)


Strategisch/Authentisch: Das Konzept „Zärtlichkeit“ wird missverstanden als eine Modulation von Verhalten — es ist aber eine Geisteshaltung. Authentische Zärtlichkeit ist insofern überhaupt nur Menschen möglich, die eine bestimmte Einstellung zur Welt haben; eine Sorte Weisheit, vor der man zunächst erschrecken muß als Bewohner einer Welt, in der Weisheit immer und prinzipiell das Fremde vom Berg ist.

[Was ich am Kachelofen erfuhr]

Link | 23. Januar 2007, 16 Uhr 42


Dieser Dilettantismus. Diese kuhäugige Lahmarschigkeit. Ich werde noch wahnsinnig.

Schon die Sache mit dem Stahlträger hat mich fast aus dem Gleichgewicht gebracht.

Besonders meine Umgangsformen gegenüber Automaten verschlechtern sich aber. Meine neue Aggro-Haltung beim wiederholten Geldeinwurf beunruhigt schon mal die Begleitung. Gottseidank muß die immerhin nicht mit ansehen, wie ich mit dem Flaschenrückgabeautomaten umgehe, seit ich herausgefunden habe, wie man dessen lahmes Dudeldudel sanktioniert. Von zehn Flaschen lehnt der säuerliche Apparat mindestens drei mit einem atemschwachen Dudeldudel ab, das mich anweist, das entsetzliche Geräusch durch erneutes Einlegen erneut zu provozieren. Insubordination: Man kann dem Automaten die Volvic mit einem knappen Handkantenschlag so in den Schlund jagen, daß Stille einkehrt. Die Flasche passiert den Scanner ungescannt und poltert nach hinten in den leeren Leergutraum. Das Personal, das es dort geben muß, fürchtet sich vor Menschen, erst recht aber vor solchen, die eher auf ihr Pfand verzichten als dieses Geräusch zu dulden: Es geschieht also nichts. Man kann Flaschen durch den Automaten in die Leere schlagen, solange man will, die Rewe wehrt sich nicht. Nur die Schlange der Wartenden weicht ungewöhnlich bereitwillig zur Seite, wenn man sich schließlich umdreht. Gott, sind das erbärmliche Siege.

[Teknoloçi — Sistem — Profit!]

Link | 23. Januar 2007, 3 Uhr 11 | Kommentare (1)


Am Söldnermoos 17,
D – 85399 Hallbergmoos
Germany

[#]

Link | 21. Januar 2007, 14 Uhr 35


Ein Sommerhaus.

Link | 19. Januar 2007, 19 Uhr 47 | Kommentare (10)


… exposing a new chain of islands, and a new opportunity for Arctic explorers to write their names on the landscape. #

[Landnahme]

Nachtrag: #.

[Ja verdammt]

Link | 17. Januar 2007, 13 Uhr 07


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