Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Luft!
Ich denke, Sie würden mir zustimmen, daß heute das Jahr 09 beginnt. Ich gebe hiermit zu Protokoll, daß ich in einer lange vermissten gib mir mehr!-Stimmung bin.

Link | 28. Februar 2009, 13 Uhr 39 | Kommentare (2)


Das Komplizentum & die Verschwendung

Link | 27. Februar 2009, 1 Uhr 02


eine Ecke des Raums war abgeteilt mit einer dünnen Wand unter Kacheln, ein Rohr spuckte dort achselzuckend kaltes Wasser aus der Wand. Man entstieg dieser Dusche in die Mitte des hohen Zimmers, wo ein großes wurmstichiges Bett seine Zerwühltheit preisgab, dem Duschenden und den Nachbarn auf der anderen Seite der Straße, durch drei hohe, weit geöffnete, staubige Fenster ohne Vorhänge. Man entstieg dieser Dusche in die Mitte des Zimmers, das römische Hupkonzert und den Zweitaktgeruch halbverbrannten Benzins hinein.

* * *

Der Nachtzug aus Kairo war in besonders halsbrecherischem Tempo durch den eigentlich ungefährlichen Teil Ägyptens geprescht, und die Klimaanlange befand sich in ebenso übereifrigem Aufruhr wie der ganze Zug, der raste ohne Rücksicht auf den teilweise bedenklichen Zustand der Strecke, und bockte und zuckte. Niemand von uns hatte in der schneidenden Kälte ein Auge zugetan, und als wir in Luxor ankamen, das uns tags darauf provinziell und vertraut erscheinen würde, war es noch dunkel. Mir war übel. Wir trugen unsere Koffer selbst zu dem kleinen Hotel, das dem Schwager eines neugewonnen ägyptischen Freundes gehörte. Er ließ uns verschlafen ein, zeigte uns das Zimmer, in dem wir den Vormittag zubringen könnten, und verschwand wieder zwischen den Kacheln seiner Eingangshalle. Wir saßen wach auf nackten Betten und froren im Halbdunkel. Die einzige Glühbirne glomm so nackt und deprimierend, daß wir sie wieder abschalteten, nachdem wir den funktionierenden Schalter ermittelt hatten. Der Waschraum über den Gang, den ich irgendwann schweigend aufsuchte, weil mir schlecht war, war sehr dreckig. Eine Badewanne, ein Waschbecken, eine Schüssel, in der untilgbar Papier schwamm. Ich war mir nicht sicher, ob dieses Papier bei der Einweisung vorgekommen war, mir war so: Es gab etwas, was man damit tun musste oder auf keinen Fall tun durfte. Ich erinnerte mich nicht. Über die Wannenwand zogen sich braune Schlieren, über die beigen Kacheln braune Schlieren und Sprünge. Das Licht kam, durch braune Schlieren, von einer zu einem Halbkreis gebogenen Neonröhre über dem Waschbecken, die leise summte. Die andere Hälfte des Neonkreises war defekt. Ich blieb lange dort und versuchte mich zu erinnern, was bei der Einweisung über Papier gesagt wurde, und die schlierige Röhre summte leise.

Später, als mir leichter war, und kurz bevor die Sonne erschien, traten wir halbwach auf den Balkon hinaus, um den Tag zu begrüßen.

Link | 22. Februar 2009, 20 Uhr 19


Mein Leben ist ein ständiges Abschiednehmen von Dingen und Menschen, die oft gar nicht achtgeben auf meinen bitteren, irrsinnigen, flüchtigen Gruß. (Nabokov, Dem Andenken L.I. Schigajews)

Link | 21. Februar 2009, 18 Uhr 42


Und nichts verlässlicher als jähe Irrationalität

Link | 19. Februar 2009, 0 Uhr 07


Diesen bleiernen Tag begann ich mit einem aus dem Schlaf herübergeretteten Idealbild einer kompakten Wärme, die mir, wegen gewissermaßen vernünftiger Außengrenzen, anstrengungsfrei, gelassen und selbstverständlich zu sein schien. Um nicht zu sagen: Fast schnuffig.

Ich nahm also den Wollmantel und wollte gerade loslaufen, mäßigte mich aber sofort und beschloß ruhigere Schritte: Nur immer langsam!
Dann aber dachte ich: Obwohl!

Link | 18. Februar 2009, 9 Uhr 18 | Kommentare (1)


Heute würde ich gerne ein Schloß besichtigen.

Link | 17. Februar 2009, 8 Uhr 09 | Kommentare (5)


Schneelicht, im Osten hinter der Fabrik verläuft der Himmel in Gelbtönen zu blau, und die Dreierstaffel Schornsteine wartet auf den Tag. Hinter Schornsteinen und Fabrik steigen zwei Vögel zwischen den Pappeln. Die Szenerie ist still und menschenleer; die Einsamkeit der Dächer, Ruhe der erschöpften Backsteinarchitektur; eine Frühe, die geteilt werden will, aber nicht freigibt, bevor sie vergeht.

Link | 17. Februar 2009, 7 Uhr 22


Heimgekehrt von einer geschäftlichen Unterredung, wälzte ich Probleme. Ich saß im Sessel und dachte nach, wägte Möglichkeiten und Konstellationen, Absichten, Kräftevektoren und Technik. Ohne Ergebnis ging ich zu Bett. Bevor ich einschlief, stieg das Bild einer Hand auf, die leicht, wie ein fallendes Blütenblatt, sich niederließ auf einer Fläche. Ich verstand, und lächelte.

Link | 16. Februar 2009, 1 Uhr 19


Qualität: Durch schiere Nettigkeit Menschen dazu bringen können, jetzt sofort etwas milde Absurdes zu tun.

Link | 11. Februar 2009, 11 Uhr 08 | Kommentare (1)


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