Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Der Beruf des Geheimnismachers ist schwierig und undankbar. Er ist dem des Geräuschemachers verwandt, aber leiser. So genügt es beispielsweise nicht, ein Telefon mit weißer Wählscheibe im Wald zu vergraben, zwischen den Farnen am Dreisprung — es muß auch sichergestellt werden, daß es gefunden wird, nicht zu früh und nicht zu spät, und daß man selbst absolut nichts von dem Fund erfährt.

Link | 9. März 2010, 9 Uhr 30 | Kommentare (1)


Das überraschende Gleißen des Mittelmeers: Ein freundlicher Kosmos, die Länder jenseits der (unsichtbaren) Küstenstreifen rundum, in der Perspektive der Vögel, unscharf und verschwommen. Was sollte dort sein? Nicht konnte etwas genaues sein, wohin das azurne Licht nicht fiel. Niedere Büsche und Geröll: Stolpere hierher, listenreicher Odysseus, Geheimnisse, Dich zu prüfen, gibt es genug. Stille, ein Kakteenmaar. Das Heldentum ist so plausibel am Mittelmeer, weil die Tatsache, daß dem Tapferen das Glück hilft, an seinen Gestaden immer für Überfluß sorgt und nicht für die Grundversorgung verplant ist.

[Wie ich einmal das Wort Gestade verwendete]

Link | 9. März 2010, 9 Uhr 30


Begierden: Bergenobliqusaml.

Link | 7. März 2010, 22 Uhr 45


Danke, Antje Vollmer, dafür. Und verzeihen Sie meine baffe Überraschung. Man ist das eben nicht gewohnt, Klugheit allein schon nicht, Gefühl für Integrität dazu noch weniger.

Link | 7. März 2010, 13 Uhr 03


Man lernt doch nie aus. Wie überaus passend.

Prisca enim Germanorum seu Francorum lingua Vuine dilectum seu dilectam significat, ut ex Germanica conversion Canticorum Salomonis, Vuillerami Scholastici Babingbergensis facta ante annos circiter quingentos apparet. [Quelle]

Link | 6. März 2010, 19 Uhr 00


Einfach mal das machen, was man kann.

Link | 6. März 2010, 1 Uhr 45 | Kommentare (1)


Die Otto Hahn ist laut Wikipedia seit Ende 2009 endgültig außer Dienst und nach Bangladesch verkauft. Ich kann sie sehen, wie sie dort, leicht geneigt, auf Grund sitzt, beharkt von tausend armen barfüßigen Teufeln mit Schneidbrennern.

Link | 6. März 2010, 0 Uhr 15


The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford. Film über IRRTUM und Verrat. Musik von Nick Cave. Mit einem Auftritt von Zooey Deschanel. 2007. Die Fähigkeit, sowas zu verpassen, muß man sich auch erst mal erwerben.

Link | 5. März 2010, 22 Uhr 40 | Kommentare (3)


„Hat er Recht? Oder ist ihm nur aufgefallen, daß er nicht Orpheus ist?“ stand auf dem Zettel, den mir meine Deutschlehrerin in ihre Hofmannsthal-Ausgabe gelegt hatte. Das gab mir einen gefährlichen Zweifel: Was, wenn ich nicht Orpheus wäre?
Gelegentlich habe ich seither weitere Hinweise darauf erhalten, daß dem durchaus so sein könnte.

Link | 5. März 2010, 9 Uhr 38


Ein bisschen spooky zu sein ist heutzutage ja wohl das Mindeste.

Link | 3. März 2010, 23 Uhr 14 | Kommentare (1)


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