Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Seit langer Zeit zum ersten mal im heimatlichen Moor und sehr zu Hause gewesen. Kahle Birken, Auswüchse und Misteln; weit und flach den Torf überkrallende Wurzelhände. Beidseitig trockene Schilffelder und das monotone Tonk-tonk von Schritten auf dem mürbgrauen Holzsteg hinaus zum See. Die selbe Farbe, Holz im Moor, an der flachen Fassade des Museums, das jetzt im November so dunkel wie klar über dem Wasser ruht.

[Wenn du aus so einer Gegend kommst, dachte ich, kannst du wirklich nicht jeden Scheiß mitmachen. Du hast diesen weichen Grund dabei und das Wispern im Schilf, diese weiten Räume, schwarzes Wasser und schlagende Rufe, und wenn du einer Stimme zuhörst irgendwo, kannst du dir immer vorstellen, wie sie klingen würde zwischen dem Schilf und den Rufen und den schweigsamen Schwärzen; es gibt Stimmen, die hörst du und denkst sie dorthin und sie bestehen nicht, gehen unter in der vielstimmigen Einmütigkeit des Schilfs und in Böden, die in Gelassenheit sich einverleiben, was immer sie nicht tragen wollen: Der Triumph der Ruhe ist, daß niemand ihn bemerkt.]

Link | 5. November 2007, 0 Uhr 56