Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

… stieg er in die Berliner Straßenbahn. Er fuhr zum Unterricht, war spät dran wie gewöhnlich, und wie gewöhnlich erwachte in ihm ein unbestimmter, bösartiger, bedrückender Haß auf die schwerfällige Trägheit dieses unbegabtesten aller Verkehrsmittel, auf die hoffnungslos vertrauten, hoffnungslos häßlichen Straßen, die am nassen Fenster vorüberzogen, vor allem aber auf die Füße, die Seiten und die Nacken der einheimischen Fahrgäste. Sein Verstand wußte, daß unter ihnen auch wahre, vollkommen menschliche Individuen vorkommen konnten, mit selbstlosen Leidenschaften, echtem Kummer, ja selbst mit Erinnerungen, die ihr Leben durchglänzten, aber aus irgendeinem Grund gewann er den Eindruck, daß diese kalten, flinken Augen, die ihn anschauten als trüge er einen unrechtmäßigen Schatz bei sich, einzig hämischen Klatschbasen und unehrlichen Krämerseelen zugehörten….

// (Geräusch einer jäh sich entspannenden Feder) //

… die, splitternackt mit Korsettabdrücken auf dem Bauch, ihr zu einem Drittel seiner Lebensgröße verkleinertes Selbst in den Händen hielt…

(Nabokov, Die Gabe, erstes Viertel)

Link | 23. Dezember 2007, 23 Uhr 30