Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Eine dunkle, gespiegelte Version der vertrauten Räume; grau und wertlos die Gegenstände, Plastikfetzen am Boden. Draußen schnürte ein Dezemberregen, kalt war es auch, und ich hörte ein Geräusch im Nebenzimmer, erschrak und duckte mich sinnlos gegen eine feuchte Wand. Jemand war in der Wohnung und auf der Suche nach mir, um mir Fragen zu stellen, die ich nicht ertragen würde. Jemand, nicht irgendjemand, war tot, tot nach einer gemeinsamen Woche auf dem Land (hell, warm, winterlich, in einem unklaren namenlosen Streit endend).

Seltsam dann, womit man seine Tage verbringt: Durch glänzende Straßen geht man, kauft Croissants bei den netten Franzosen, arbeitet, liest Weblogs, installiert endlich Leopard, dergleichen mehr. Niemand ist tot und selbst der Regen ist nur Regen. Noch bin ich nicht sicher, ob ich mich auf meine Erleichterung verlassen darf.

Link | 18. Januar 2008, 9 Uhr 24