Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

In hellen Momenten an schönen Orten sieht man die November-Mechanik manchmal glasklar vor sich, wie sie klappert und rattert und entsetzlich simpel funktioniert und dann hat man Lust und Grund zu einem gründlichen Gelächter. Nicht, weil das Werken der Krisen-Maschine nicht schrecklich real wäre, sondern weil es so lächerlich mechanisch und banal ist.

Es ist Science-Fiction-Folklore: Man kriegt die Maschinen immer, indem man sich mit dem Unmöglichen bewaffnet*. Wer das von vornherein Mögliche und Richtige tut, wird Teil der Maschine, ein funktionales Klischee ihrer Mechanik. Durchaus auch mal gerne, muß aber ja nicht sein.

Auch darum jedesmal dieses warme Gefühl, wenn irgendwo ein kleiner Trotz auftaucht im allgemeinen Gejammer und Gefürcht und Gestrampel, zwischen den Untergangs-Prophezeiungen, eine schulterzuckende Frechheit gegenüber der allgemeinen Drohkulisse und dem vermeintlich Zwingenden. Diesem leisen Stolz, zu einer metaphysisch zähen Spezies zu gehören, müsste eine Lanze gebrochen werden, die Guten sollten sich den leisten.

* Das ist a.) natürlich Quatsch, b.) große Geste und c.) paradox. Heissa!

Link | 11. November 2004, 1 Uhr 02