Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Natürlich hat sich die Wahrnehmung meines Berliner Lebens verändert in dieser Woche, über die viel zu erzählen wäre, über den unvermeidlichen Sonnenbrand und die Verwundungen im Wald, über die sieben Jungs und wie schwer es ist, vor so einem Tribunal zu bestehen, über Geländespiele und Spuknächte und die Fabrikation von Glück, über die in manchen Momenten mit brutaler Wucht einfallende Schönheit meiner Heimatstadt, im Tal zwischen Bäumen und Türmen, über die fürchterlichen und die feinen Menschen, deren Leben ich kurz besucht habe, über das christliche Umfeld, das man eben nicht an Pietismen erkennt, sondern an einer ungewohnten Liebenswürdigkeit und an nicht-egoistischen Selbstverständlichkeiten — es sind eben immer die Kirchenleute, die bis zuletzt bleiben und helfen; und über einiges mehr… aber es wären natürlich Heldengeschichten. Die Veränderungen jedenfalls sind subtil, bestimmte Formen von Luxus sind erst aus solcher Ferne als Luxus erkennbar und erscheinen mit einemmal so unbedingt nötig, verschiedene Freuden des Erwachsenseins als wertvolle Errungenschaften.

Link | 11. August 2008, 0 Uhr 08