Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Lesen Sie mal diesen Text in der Süddeutschen. Wenn Sie fertig sind mit dieser Geschichte aus einer „düsteren Welt“: Können Sie mir erklären, was Frau Lichtinghagen eigentlich vorgeworfen wird?

Verstehen Sie die Lohr-Geschichte? Was ist das Problem? Die Unhöflichkeit, die „peinliche Erklärungen“ nach sich zog? Die Überweisung?
Verstehen Sie die Kirchen-Geschichte? Was ist das Problem? Daß ihr Chef einen Rotarier-Freund an sie verwiesen hat mit seinem Wunsch um Unterstützung? Daß sie ihm den Gefallen dann getan hat? Oder daß sie sich darüber aufgeregt hat, daß sie das tun sollte? Oder daß sie mit einem korrupten Chef (nur unter dieser Voraussetzung funktioniert der Vorwurf) Deals machte, für die sie Verhandlungsmasse brauchte?

Und dann ist da diese Kleinigkeit: Frau Lichtinghagens Tochter wird bedroht. Und ihre Kommilitonen sammeln Unterschriften gegen ihre Anwesenheit in Witten.

Ja, so stellt man sich Kommilitonen in Witten vor.

„Die Reißleine“, schreibt die Süddeutsche, sei von der Staatsanwaltschaft gezogen worden. Das ist dann wohl die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm, deren Leiter, wie war das noch, vier Zeilen weiter oben, Frau Lichtinghagens Chef nahe steht.

Spin, spin, Süddeutsche, alte Dreckschleuder, spin.

Link | 22. Dezember 2008, 23 Uhr 43 | Kommentare (1)


1 Kommentar


Ja, eigenartig. Ich dachte, das mache man immer so, dass man also irgendeine gemeinnützige Institution aussucht, und die bekommt dann die Geldbußen. Natürlich sind das immer Zwecke, die der Aussuchende auch förderungswürdig findet, denn wer würde schon etwas vorschlagen, was er für baren Blödsinn hält.

(Putzig finde ich aber doch eine Weltsicht, in der dem Land NRW zugetraut wird, sich wegen der Mutter eines Mädchens aus einer Förderung zurückzuziehen. Da mag man sich gar nicht vorstellen, wie die Welt ansonsten so aussieht in der Vorstellungswelt der jugendlichen Damen und Herren.)

Comment by Modeste | 00:46