Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Tübingen habe ich in Erinnerung als einen schläfrigen, eichenhölzernen Ort, an dem die Menschen viel Zeit haben: Es riecht betäubend nach Holzschutzlasur, und in den gemütlichen Küchen sitzt man beisammen und spricht und gießt Tee nach. Obwohl ich den Raum nie betreten habe, ist mein Tübinger Zimmer ein Studio mit schwarzen Möbeln und einem Fenster vom Boden zur Decke, vor dem im Dunkeln die Krone einer Esche sich wiegt. Die unregelmäßigen Stufen, die ins Studio hinauf führen, knarren dramatisch, und man schlägt einen leichten roten Vorhang zur Seite, wenn man von der Treppe her dort eintritt. Es ist hell, alles Licht nimmt seinen Weg über dunkle, konservierte Balken. Ein Ausstellungsplakat: Italienischer Futurismus.

Link | 26. Dezember 2008, 2 Uhr 18