Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Die Akzeptanz des Fragments, der Epiphanieform der bildenden Kunst, verdanken wir, so lese ich, zunächst dem strengen Winter 1864, in dem der Frost mehrere Bildhauerarbeiten teilweise zerstört. Er sprengt den Hinterkopf der Maske des Manns mit gebrochener Nase Rodins ab, und er tötet Jean-Louis Brian, der mit der einzigen ihm zur Verfügung stehenden Decke den Tonrohling seines Merkur vor der Kälte schützen will und diesen auch größtenteils rettet — mit Ausnahme des rechten Arms der Figur. Eine sehr gute Geschichte.

Link | 1. Februar 2009, 1 Uhr 26 | Kommentare (5)


5 Kommentare


Musste sofort an dieses hier denken. Sozusagen: Skulptur = Fragment.

(Ok, das würde jeder Büchner-Epigone sofort in sein avantgardistisches Historienstück mit einpflegen, & Grappa macht mich sowieso immer etwas gaga.)

Comment by goncourt | 01:50




Rodin, ein Mann von Talent […] aber mit Fehlern in den Proportionen und fast immer mit Gliedmaßen, die nicht vollständig ausgeführt sind, so zitiert mein Katalog Sie übrigens, Eintrag aus dem Jahr 1888.

Von Ihrer Erwähnung büchnerepigonaler avantgardistischer Einakter fühle ich mich übrigens unangenehm ertappt. Zum Teufel, woher wissen Sie das?

Comment by spalanzani | 02:05




Denken Sie über sowas wirklich nach?

Comment by marseille | 22:42




(hüstelt)
Nun, nicht mehr.

Comment by spalanzani | 23:37




Es war eine Danksagung.

Comment by marseille | 20:31