Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Eine weitere Telefonnotiz, die während Susanne Heinrichs Lesung im Oberkeller der Moritzbastei entstanden ist, als sie etwas erwähnte, das über den Köpfen ihrer Figuren schwebte:

Ein Raum, groß, hoch, Stuck, sommerliches Licht, Nächte, etwas kann unter der Decke schweben, man weiß es nie. Dünne Teppiche, Abendwind, eine Stadt, eine Etage

Ich weiß nicht, ob Sie diesen Raum sehen können, die weitgeöffneten Fenster spüren, die feuchte Abendluft riechen, merken, wie weit die Decken sind, das leichte Schwanken des Lüsters, die Fadenscheinigkeit der Teppiche, das dunkle Holz wackliger Salonmöbel, und wie die Luft durch die weiten Fenster zieht und unter der hohen Decke ein Dunst ist —

Link | 15. März 2009, 0 Uhr 22