Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Das Moment des Jungseins beim Lesen: Dieser Satz versteckt noch was, man müsste mal herausfinden, was? Ist das ein Zitat, kenne ich das irgendwoher, woran rührt das, worauf verweist das noch? Unerträglicher Zustand, könnte man nicht leichthin drüberweggehen mit dem Gedanken: Du liest das nicht zum letztenmal, es ist noch viel Zeit. Später, später wirst du gründlich sein.

[Übrigens, Nachtrag: Der Spaß beim Eco-lesen stellt sich sofort wieder ein. Die hatten mir das ja madig gemacht in den Feuilletons, aber es sind halt doch artsyfartsy Kunstsnobs in den blöden Papierpostillen. Die kriegen ein Buch in die Hand, in dem einer mit einer Tonne Bildungsgut herumblödelt, nur herumblödelt, und packen gleich die Komplexe und kruden Ansprüche aus: da geht es um Bildung, das wird bei Hanser verlegt, das geht nicht, daß da einer erstmal einfach nur amüsant ist, das hat große Kunst zu sein. — Ist ja ebenfalls ein Klassiker, die Eco-Kritiker zu enttarnen, die ihn entweder als Historienschinkenschreiber völlig mißverstehen oder es nicht ertragen, daß einer mit Bildungsgut so verschwenderisch ist. Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche; glaube ich, Eco ist zu sehr souveräner Feuilletonist, um den weniger souveränen Feuilletonisten als einer der ihren durchzugehen, also müssen sie ihn zu Tanja Kinkel stellen oder in die heiligen Hallen der Kunst, wo er nicht hinpasst. Obwohl sein Zeug am Ende doch immer noch besser gemacht ist und heftiger knallt als das prätentiöse Kunstgewürg, das jeder loben kann, weil es ungreifbar genug ist, um keine Eitelkeiten zu bedrohen.]

Link | 28. März 2005, 16 Uhr 16