Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Die Shakespeare Sisters waren das damals, die über einen noch feuchten Schulhof sangen, turn your radio on. Zwischen hellgrün in der Sonne leuchtenden Buchenblättern hindurch sah man die Abiturienten, fast Erwachsene, auf einem Wagen stehen, glücklich und schon nicht mehr ganz Teil der Situation. Acht Jahre älter, Männer und Frauen, richtig schöne Frauen sogar.

Sechs Jahre jünger, die Abiturienten, jetzt.

Angeblich sind die Dinge weniger intensiv erlebbar, je älter man wird: Ein Vormittag wie jener mit den Shakespeare Sisters, glasklare Luft und dieses Glücksversprechen: wie es sein musste, Abitur zu haben, es geschafft zu haben; auch: die schnellen Blicke nach schönen Körpern, der Geruch des feuchten Asphalts, die Buchen, die Bank am Teich, die Fische und die Jacke im nassen Gras; angeblich wird so intensive Teilnahme an der Welt schwieriger mit jedem Tag. (Ich glaube das nicht. Es nimmt nicht die Fähigkeit zur Intensität ab, ab nimmt nur die Gelegenheit. Die meisten von uns leben ja in prekären Verhältnissen auf die eine oder andere Art.)

Link | 12. April 2005, 3 Uhr 02