Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

So, Ihr Opfer.

Der Eispanzer ist verschwunden, und wie jedes Jahr ist die Überraschung nicht, daß er verschwunden ist, sondern daß er so klaglos verschwunden ist: Eispanzer sollten bersten und klingenscharfe Splitter in die Hauswände treiben. Statt dessen verschwinden sie beiläufig im Lauf einer Woche. Auch die freigeschmolzene Jahreszahl scheint unwahrscheinlich, so wie die Tatsache, daß wir (mit Weblogs und Leben) tief hineingerutscht sind in den Lull der Jahre. Daß die Zeit schnell verginge, ich wiederhole das, bis Ihr’s glaubt, ist eine dumme Konvention und nicht wahr: Daß sie so beiläufig vergeht, ist unerträglich, daß sie sich nicht schert um die Verluste, die sie festschreibt, ohne Drama. Ein silberner Colt auf dem Fenstersims eines sonnenhellen Zimmers, blass-farbiger Stuck und die Schatten der geschwungenen Eisenstäbe des Balkongeländers, gestreckt über den Fußboden. Eine Düne und Kiefern. Die unbewegliche Reihe der Platanen, die bewegliche Reihe farbiger Schirme darunter. Das Knacken einer Dose Cola, im August am verlassen brütenden S-Bahnhof Bornholmer Straße. Morgendämmer & schweigsame Sessel und lauwarme Reste von Tee.

Link | 27. Februar 2010, 11 Uhr 42 | Kommentare (2)


2 Kommentare


Und das Eis zerspringt in Schollen/
Und der weiche Schnee zerrinnt.
:

Recht haben Sie!!

Comment by E. | 15:50




!!!

Comment by E. | 16:10