Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Es war, damals, frisch geworden nach dem Regen, und wenn man die Nase in den Wind hielt, konnte man schon einen leichten Hauch von Herbst fangen. Die kleinen Krater in der steinernen Treppe standen voll Wasser, satte Moosplacken ließen sich ausquetschen mit dem Absatz: Sie stieg vor mir, langsam, sprach über die Schulter, den Blick eher auf die Stadt hinab als zu mir; mit sicherer Bewegung setzte sie Stiefelette auf Stein, Stiefelette auf Stein und es roch nach naßgeregnetem Waldmeister in plötzlichen, kühlen Luftbäuschen.

[Die überfallartig hereinbrechende Doppelsehnsucht nach nassem Laub und weiblicher Eleganz. Schweigen und Blicke über eine alte Stadt; Mitgenommenwerden in ein knarrendes Zimmer mit schiefen Fenstern und Cello in der Ecke, die freundlichen Bewohner des Hauses grüßen, artig sein, sich vorstellen, uns entschuldigen, stundenlang hellwach vorlesen, am besten gleich Hölderlin, weg vor dem Abendbrot, nur einen ganz leichten Kuß und eine trockene Hand zum Abschied und dann noch zwei Stunden atemlos am Fluß entlang, Kiefer zusammengewürgt, mit dem Stock Tropfen aus dem Liguster hauen! — Schnell etwas machen, sehen, lesen, ist hier nicht noch irgendwo ein ungesehener Film oder ein schon gesehener, irgend etwas elegantes, lebendiges — Teufel!]

[junk space overdose?]

Link | 17. Juli 2005, 0 Uhr 23