Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Die Geräusche: Vögel, Laub, und das Dröhnen der Stadt, das im Sommer viel näher ist. Ich warte. Der Wind rauscht in der Pappel, und ganz leicht bewegt er die tiefblauen Vorhänge. Manchmal streicht mir eine kühle Lufthand durchs Haar.

(Ich bin sehr ruhig. Ich mache nichts mehr. Ich glaube, ich weiß, wie wir leben sollten. Es ist an Euch. Ich kann Euch nicht zwingen, und es hat keinen Sinn, es zu erklären. Ich verlange nichts. Wenn ich in einem halbdunklen Zimmer, gegen ein Kissen gelehnt, den Sommergeräuschen zuhöre und den Vorhang zittern sehe, wenn ich zu den Büchern hinüberschaue, an eine Brasilia-Ausstellung denke und lächle, wenn ich hier sitze und warte: Das sollte genug sein. Ich wiederhole: Es ist an Euch.)

[Sommer VII]

Link | 24. Mai 2010, 13 Uhr 00