Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Der Kompromiss mit dem Absurden: So wird das Spiel eben gespielt. Man kann nicht in der Welt und außerhalb des Spiels sein, so scheint es. Wer mitspielt, findet das Absurde kaum noch absurd, weil er das Absurde in seine eigene Rationalität hinein domestiziert und mit ihm denkend dauernd Umgang hat. Wer absurde Probleme lösen muß, muß absurd denken, und wer absurd denkt, verändert seine Selbstverständlichkeiten.

Was könnte man tun, wäre man ein Konservativer? Könnte man sagen: Dieses Treiben ist absurd, diese Bäume werden nicht umgesägt, es wird kein Pumpenhaus errichtet, oder an einer anderen Stelle, die Rationalität des Bäumeumsägens-und-Pumpenhausbauens an genau dieser Stelle ist umstellt von anderen Rationalitäten im selben Recht? Die alten Damen Bast, das Gewohnheitsrecht der Bäume, die schon immer in der Burgoyne Street standen?

Wenn man nicht sagt: Dieses Treiben ist absurd, ich werde mich nicht daran beteiligen, kann man noch teilnehmen an der Welt? Wieviel Kompromiss mit dem Absurden ist nötig, um anschlußfähig zu bleiben? (Kunst ist die Kunst, mit dem Absurden keine Kompromisse zu machen, eine sich durch die an und für sich absurde Geschichte ziehende, sich selbst Nachwuchs heranziehende Tradition, das Absurde absurd zu finden.)

Das ist die eigentliche Kraft der Figur des Gentleman-Künstlers: In der Welt zu sein, das Absurde jedoch als Absurdes zu sehen, mit ihm zu spielen, es sich leisten zu können, sich mit dem Absurden einzulassen, nie von ihm übernommen zu werden. In der Welt und außerhalb ihres Irrsinns zu sein, eine lässige Figur.

Link | 11. September 2010, 12 Uhr 23 | Kommentare (2)


2 Kommentare


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Comment by frank | 13:31




Eine lästige Figur.

Comment by Pi | 23:25