Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Es ist nur: Die Dinge, an denen ich beteiligt bin, funktionieren am Ende nicht, und das liegt ausschließlich an meinem nutzlosen Charisma. Man befragt mich, ich sage meine Meinung, etwas Vernünftiges, Kluges, Analytisches, ich bin überzeugend und flöße Vertrauen ein, dazu sympathisch, alle mögen mich und denken: Was für ein brillianter, dabei solider junger Mann, vielleicht etwas ungeduldig-arrogant, aber der wird alles hinkriegen, was er sich vornimmt. Und dabei habe ich, nolens volens, genau den Hype zerstört, der es möglich gemacht hätte, ich habe die Sache auf die Ebene des Menschlichen, Verstehbaren, Vernünftigen und Beherrschbaren heruntergebracht, oder nicht die Sache selbst, vielmehr: Das Gegenüber. Ich habe das Gegenüber daran erinnert, daß es sich verdammtnochmal schämen sollte, sich von einem Hype so den Kopf verdrehen zu lassen.
Die traurige Wahrheit ist, daß es schädlich ist, die Dinge beherrschbar erscheinen zu lassen und die Menschen daran zu erinnern, daß man vernünftig entscheiden kann, allein durch eine Abwesenheit von Fanatismus, echtem oder falschem. Der Trick ist, die Dinge unbeherrschbar erscheinen zu lassen, Panik zu erzeugen oder Gier, die eindimensionalen, dummen Sonderzustände; und hundert wunderschöne Pferde gehen über die Klippe. Medienkapitalismus braucht diese Hypes, die Kopflosigkeiten, den Schwachsinn; ich aber bin das Gift des Medienkapitalismus, ich bin der Mönch, der in der nebligen Morgensonne ein Stück Brot über einer Holzschale voll Milch bricht, und der alternde Sergeant, der mit einer herrischen horizontalen Geste Ruhe gebietet.

Link | 14. November 2010, 11 Uhr 10 | Kommentare (3)


3 Kommentare


Genau so sieht das aus.

Comment by zak | 00:16




Genau weil du so bist: Würde ich mit dir in den Krieg ziehen. Sergeant, my Seargent.

Comment by dust | 11:36




Pure Vernunft.

Comment by froschfilm | 11:53