Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Das ist der eigentliche Maßstab unseres Wertes: das Wachstum der anderen durch unsere Liebeskraft. An ihm erfahren wir unsere Schwere und auch das fürchterliche »Gewogen, gewogen und zu leicht befunden«, das uns im Versagen deutlich wird.
Es gibt ein Sterben, das schlimmer ist als der Tod und das darin besteht, daß ein geliebter Mensch das Bild, mit dem wir in ihm lebten, in sich abtötet. Wir löschen in ihm aus. Das kann durch dunkle Strahlung kommen, die wir senden; die Blüten schließen sich leise vor uns zu.

(EJ, Paris, Februar 1943, Strahlungen II)

Link | 6. April 2011, 0 Uhr 01 | Kommentare (3)


3 Kommentare


Schön. Und vielleicht besteht dieses Sterben gerade darin, dass der andere, der geliebte Mensch, sich überhaupt ein Bild von uns macht. Das Wunder, der Zauber der Liebe: Die Bereitschaft und die Kraft sich immer wieder aufs Neue auf die Veränderung des anderen einzulassen. Erlischt sie, schließt auch die Blende. Mit einem leisen Klack.

Comment by dust | 18:05




Verehrter Herr Struppig, dürfte ich die Qelle dieses Zitats erfahren?

Comment by Popcorn | 16:43




Wie angedeutet: Ernst Jüngers Tagebücher, veröffentlicht als „Strahlungen II“ (z.B. bei dtv 1988, in dieser Ausgabe: Seite 12).

Comment by spalanzani | 20:07