Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Ich erinnere mich an uns beide, zu Fuß unterwegs auf einer Straße (es könnte Lanzarote gewesen sein, oder Südfrankreich, vielleicht Monaco). Lange Schatten liegen hinter uns und den Steinen und den tiefgrünen Büschen, eine Brise ist auch schon aufgekommen. Ich erinnere mich an unser Bild von oben, ihre Beine, die unter ihrem Körper Schritte machen, meine Beine (in einer Leinenhose), die unter meinem Körper Schritte machen. Wir sind ein bisschen erschöpft. Ich erinnere mich an ihre salzigen Strähnen, die Sonnenbrille auf der Stirn, den schweren Metallgegenstand an meinem Handgelenk, ein Objektiv vielleicht (eine Waffe). Irgendwann biegen wir ab, aus der wärmenden Abendsonne heraus, und nehmen einen schmaleren, steileren, schattigen Pfad zum Strand hinunter. Die Steine strahlen noch und heizen den dunklen Wind; wir klettern vorsichtig.
Unten warteten die andern, es riecht nach Kohle und Algen. Sie nimmt eine Cola aus der Box und trinkt, einen Arm in die Seite gestemmt und aufs Meer hinausblickend, den ersten Schluck, der kälter als süß ist.

[Genrebild II]

Link | 29. Juli 2012, 23 Uhr 57