Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Unsortiert: Der Ort, an dem gesprochen wird; was die Bedingungen des Sprechens sind, was als unanständig wahrgenommen wird, was als zu schnell, was als zu langsam, was als sachlich.

Sprechen auf dem Schulhof: Lauter, schneller, witziger, rücksichtsloser. Sprechen an der Universität: eitler mehr auf die Frauen schielend die Männer, deshalb mehr auf ihre Rolle als Frauen achtend die Frauen. Sprechen im Parlament, Sprechen in den Altbaubüros am Rande des Regierungsviertels. Sprechen in der Presse (in der BILD, in der FAZ, im Merkur). Sprechen im Internet.

Der Ort präfiguriert die Ergebnisse über die Modalitäten und Regeln des Sprechens, viel mehr vielleicht als das Denken oder die Herkunft der Gesprächsteilnehmer. (Die natürlich auch über Zugang zum Sprechort schon vorsortiert sind.) Die Rolle körperlicher An/Abwesenheit (physische Präsenz: Alter, Attraktion, Gewaltpotentiale, Zartheiten.)

Was es bedeutet, wenn sich der Diskurs verlagert und den Ort wechselt –

link | Dezember 7, 2012 14:45 | Comments (4)



4 Kommentare


Notwendig immer unterschätzt, das. Auch: In der Bar, am Esstisch, in der Küche. Oder: Die Sitzordnung im Seminar.

Comment by froschfilm | 10:33




AdressatInnen verändern sich und vor allem die Dominanz: was ist überhaupt sag- unsagbar?

Comment by Anna | 12:54




“Ich bin einmal auf einen Schrank geklettert, nur um die Vertikale auszunutzen, und kann sagen, daß das unangenehme Gespräch, das ich zu führen hatte, von da ganz anders aussah.”

Comment by y | 18:14




oh, das ist ja so “Oh Captain, mein Captain!” hier.

Comment by Eiseisbaby | 14:31



Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.

Wenn es nicht rockt, isses für'n Arsch.