Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Die Anlage, die ich mir denke, ist auf einem Fels errichtet. Aus der Perspektive eines etwa am Fluß brütenden Vogels betrachtet, ragt sie zwischen den schwankenden Dolden der dort wachsenden riesigen Achillea als reglose Masse auf. Ihr wesentliches Merkmal ist der mächtige Turm, der sich nach unten, in den Fels hinein in derselben Achse, als begehbarer Brunnen fortsetzt. Am Fuße des Brunnens (nur wenig unter dem Niveau des zwischen Felsnadeln, Schwemmgebieten und kleinen Wäldern sich hinwindenden Flusses) sind Keller in den Fels getrieben, in denen ganzjährig eine gleichmäßige feuchte Kälte herrscht und aus denen es, soweit bekannt, keine Verbindung zum Dorf gibt, von dessen sonnenbeschienenen Stiegen sie nur durch wenige Meter Gestein getrennt sind.

Es ist leicht, sich vorzustellen, wie einer hinausträte im Frühjahr, aus einem beheizten Innenraum der Anlage, vor die Tür träte und draußen dieselbe Wärme vorfände wie drin, nur bewegt und weichgeblasen vom Wind; die zertretene Grasnarbe läge dort draußen aus und könnte kaum betreten werden, vollgesogen und empfindlich; kleine Zweige wären verstreut überall, und das braune Land läge noch kraftlos im Blick von dort oben — es ist leicht, sich das vorzustellen.

link | Januar 31, 2013 14:39 | Kommentare deaktiviert



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