Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Finsterer, finsterer Abend. Die alte Finsternis, jetzt mit Petersilie dran. Wieder mal langsam über den Hof der Kulturbrauerei, nachts auf dem Heimweg, scheiß sandgestrahlte Da-nehmt-Kultur-Brauerei; Kulturbrauerei, wenn ich das schon höre, weil grad‘ ne Brauerei übrig war: Kultur!, wunderbar, amüsiert euch schön. Kino, Wummerdiwummer, blaues Licht von drinnen, Bier wohlfeil, Typ vor die Tür, schon wuseln die Wetlook-Bürschchen mit ihren Schnepfen und sogar die nehm‘ ich ihnen übel.

[Gewollt so. Immer. Ist nur in der ersten Person deutlich weniger glamourös, nachts, auf dem Weg nach Hause, diese pathetische Keine-Kompromisse-Gewalt.]

[Ich weiß nicht, wie ich grade jetzt drauf komme, aber der größte Luxus müsste die Möglichkeit zum Wechsel zwischen maximal fraktalem und maximal linearem Raum sein. Man könnte sich jederzeit justieren. Ein stählerner Würfel im Wald – damit fangen wir an. [Wenn ich einmal eine Architekturklasse unterrichte]]

Link | 12. Februar 2006, 2 Uhr 51 | Kommentare (1)


1 Kommentar


Hu, laß das lieber mit der Architekturklasse. Oder nimm lieber nen hölzernen Würfel…
Aber richtig: Kulturbrauerei; eine unglaublich gekonnte Namensgebung. In SB, da gibt es eine Disco namens Kulturfabrik – meist abgekürzt Kufa [ich war – und das zu meiner Ehrenrettung – nie dort]. Man könnte ja die Brauerei mit Kuba abkürzen, stell Dir vor: Wenige Blocks zu Fuß und Du bist in Kuba, na wenn das nicht toll ist…
Aber es ist eben v.a. gekünstelt und hat womöglich nichts oder meist wenig mit Kultur zu tun – manchmal bin ich nicht beleidigt, daß ich keine Zeit habe auszugehen.

Comment by Sonntagsblogger | 13:31