Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

48 Stunden im OpenBC. Finde beim Herumbrowsen etwa fünf Milieus:

  1. Die großen Nummern
  2. Die Schnauzbärte
  3. Die, die eigentlich nicht dazugehören
  4. Die neoliberale Wirtschaftsuni-Jugend
  5. Die jungen Profis

Die neoliberale Jugend studiert an Wirtschaftshochschulen. Lange homogene Kontaktlisten mit Leuten von derselben Uni. Verflucht gutaussehenden Menschen. Teufel, sehen die alle gut aus. Wenn man nach ihnen googelt, tauchen sie auf in noch gar nicht so alten Schuljahrbüchern mit: „Spruch: Darf ich’s vorrechnen?“. Die Kontaktlisten sagen: Schaut euch diesen Kreis in 5 Jahren nochmal an, dann aber. Interessen aus dem Lehrbuch: Wein, Golf, teurer Individualsport. Gewaltige Liste mit Praktika, abartig viele Fremdsprachen.

Die, die nicht dazugehören, machen Distanzgesten und versuchen ihre Nichtschnauzbärtigkeit zu dokumentieren durch Unterlaufen der intendierten Eingabefeld-Zwecke. Selbstgeschossene Digicam-Fotos meist. Kleine Kontaktlisten, ein paar andere Distanzler und alte Freunde, die inzwischen das Business-Spiel spielen.

Schön der „Wer hat mein Profil angeschaut“-Knopf. Und dann wie im Café, immer hin und her.

Bei Leuten, die ich schon kenne, weiß ich nicht, ob sie „Kontakte“ sind. Beschließe, abzuwarten und das denen zu überlassen. Allerdings sehen sie ja, daß ich da war, was als Affront gewertet werden könnte. Kompliziert, das Zeug.

Link | 29. März 2006, 15 Uhr 28