Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Wozu ist ein Charakter gut? Ein Charakter ist zu gar nichts gut, er ist die teuer erworbene und immer fragile Fähigkeit eines Menschen mit Geschmack, sich selbst zu ertragen. Die Fähigkeit, still zu sein, die Fähigkeit, die Welt wahrzunehmen, den Großen Lall draußenzuhalten, sich mitten in den Regen zu stellen, einen Mai kommen und gehen zu lassen, ohne jemandem weh zu tun.

Besuche in der Landschaft, in den Flächen außerhalb der Kuppeln, sind selten geworden: Die mechanisierten Farmen führen den solaren Einfluß zuverlässig-gestreckt den Städten zu, emsige Schwärme aussendend: ferne rote Fahrzeuge in den Hängen, und Staubfahnen. Vor allem gibt es keine Fußgänger mehr und keine Hecken, in deren Schatten sie sich setzen: Es ist schwer geworden, still zu sein, wenn die Erfahrung der Stille kaum noch zu machen ist.

(Und doch knarrt weiterhin Holz an Mürbholz hinter uns, Rauschkulisse, Schleichkulisse, und sonnenbeschlagen prangt das Tal, Egger und Pflüge sturen unbeseelt durch wandernde Schatten, und Elsternanschlag und Auszischeln der vergehenden Bö, und hoch hintüberuns Landung im federnden Geäst, unvergänglicher Barock.)

Link | 10. Mai 2019, 15 Uhr 45 | Kommentare (0)


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