Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

ein BLAUER rhombus, azur wie die unterseite einer brechenden welle, heller in den anderen facetten. kaskaden auf dem xylophon aus einem nebenzimmer. kristallgitter, raum, lichtbahnen ins atrium. am glas, zur rechten einer hydrokultur-monstera, du, in einem sessel, aufrecht, beine übergeschlagen. auf einem beistelltisch ein band architekturphotographie, das titelbild: ein verblichenes modell, »zirkon«, in rosé, schwarz und blaßblau, schlagschatten wie aufgenommen auf einem mond in düsterem cga.

du fragst mich: ist nicht die bedrohung, wenn sie nähertritt, wie ein langsames erwachen aus einer jahre schon alten, unbemerkten bösen sturheit, die sich festgesetzt hatte, die die liebenswürdigkeit verdrängt und die aufmerksamkeit begraben hatte unter verbissener gewohnheit und vermeintlicher notwendigkeit?

ich beobachte den mangel an bewegung einer getrockneten dolde in einer vase aus rauchglas, die einen nebligen schatten auf den fußboden wirft, bevor ich antworte.

unsere fähigkeit hell zu sprechen, sage ich, war lange verschüttet, unsere fähigkeit nicht in rätseln zu sprechen.

wie man wieder hell spricht: auf einem sofa, das nicht zu hause steht, mit einem paar beine über die eigenen geworfen, über konrad bayer zu sprechen wäre ein anfang.

Link | 15. März 2020, 16 Uhr 22 | Kommentare (0)


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