Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Philipp K. Dick erzählt von seinem bösartigen, vermutlich nur von richtigen Informatikern und eingefleischt SciFi-Überspannten wirklich goutierbaren gnostischen Informationsuniversum. Draußen leuchten die Blitze um den Fernsehturm und auf dem Kopfhörer macht eine Sonnenfinsternis aus zeitfrei vorwärtszischenden Synthesizern und einer tödlich gelangweilten Frauenstimme beunruhigende Dinge mit meiner Phantasie. Manchmal mag ich mein Jahrhundert sehr.


Wie mannigfaltig ist Dein Werk!
Verborgen bleibt es unseren Blicken,
O einziger Gott, der Du unvergleichliche Macht besitzt.
Nach Deinem Herzen hast Du die Welt erschaffen,
Aus Deiner Einsamkeit heraus.

Link | 8. Juli 2004, 23 Uhr 08 | Kommentare (4)


4 Kommentare


Na hoffentlich war es wirklich Philipp K. Dick und nicht nur Philipp K. Sonst fürchte ich mich noch mehr vor der Zukunft.

Comment by I know the dj | 23:31




Wieder eine Frage von der Anfängerin: Ist das ein Zitiat aus Dicks Buch? Dann ist das aber nicht besonders gnostisch oder hab ich das falsch verstanden mit der vermasselten Schöpfung durch den Demiurgen-Dilettanten?

Comment by Sennedjmet | 19:53




Nein, das Zitat ist tatsächlich nicht Gnosis, sondern älter. Offensichtlich von jemandem verfasst, der einen guten Draht zu seinem Gott hatte. Bei Dick wird’s verwendet als Versatzstück für den (reichlich wirren) Gegenentwurf zum chaotischen Schöpfer.

Für die Nichteingeweihten: Die nächsten Zeilen lauten:

Du bist in meinem Herzen,
Niemand anders, der Dich kennt,
Errette Deinen Sohn Echnaton.
Du hast ihn weise gemacht,
Nach Deinem Willen, durch Deine Macht.
Die Welt liegt in Deinen Händen…

Comment by spalanzani | 20:43




Merkwürdige Übersetzung. Man halte sich an Erik Hornung. „Erretten“ kommt in dem Text gar nicht vor. „Translation est trahison.“

Comment by Sennedjmet | 21:44