Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Erzählen, das macht man sich ja selten klar, ist heutzutage schon an sich ein sehr artifizieller Vorgang. Ich kann mich an meinen großen Respekt vor dem Präteritum erinnern vor einigen Jahren, ich mied es wie einen verbotenen Teil des Gartens, jedes Verb im Imperfekt war eine kleine Sünde, eine Überschreitung auf das Gebiet der Kunst, wo ich nichts verloren hatte. Man gewöhnt sich daran und daran, nicht darüber nachzudenken, daß das wie Kunstwollen klingen muß in fremden Köpfen, was man da macht. Aber sich dieses Gefälle zwischen dem fremden Klang einer Erzählstimme und der erdrückend vertrauten Macht nicht-erzählender Sprache klar zu machen, hilft bei einem milden Urteil über diejenigen, die sich doch am Imperfekt versuchen.

Link | 18. Juli 2006, 13 Uhr 26 | Kommentare (5)


5 Kommentare


Manchmal ist die Verwendung des Imperfekts aber ähnlich wichtig wie das Weglassen eines Adjektivs (vgl. ich mied es wie einen verbotenen Garten, statt ich habe es wie einen verbotenen Garten gemieden).

Comment by goncourt | 18:30




Och nee, das ist doch jetzt fies, goncourt. Das klingt so besserwisserisch. Aber okay, mir ist es auch nicht aufgefallen. Aber manchmal ist es sogar beim Sprechen schön, bei häufigen Verben, einfach Präteritum statt Perfekt einzusetzen. Ich sagte ihr, dass.. Gestern besuchten wir nach.. Er fragte mich, ob.. Finde ich schön.

Comment by Eva | 17:35




Das war doch gar nicht fies gemeint.

Comment by goncourt | 19:56




Na dann – entschuldige.

Comment by Eva | 17:48




Ach, Ihr!

Comment by spalanzani | 19:28