Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Die Zeit ist mein Freund; sie vergeht und nutzt die beschädigte Wirklichkeit ab. Daß sie zu meinen Ungunsten festschreibt, fürchte ich nicht; Irrtümer haben keinen Bestand, insofern bin ich ruhig; die Zeit ist mein Freund, je mehr von ihr vergeht, desto besser ist es für die Instandsetzung der durch mich zerstörten Ordnung: Von dieser Art sind meine Gewissheiten, so schicksalsbefreundet ist meine Geduld. Inzwischen geschieht nichts, das empfinde ich als angemessen — was sollte geschehen, während die Zeit vergeht? Andernorts müssen sich die Irrtümer als solche erweisen, hier muß ich nur warten und Musik hören und darauf achten, die Notizhefte zu füllen.

Link | 2. Februar 2007, 14 Uhr 08 | Kommentare (3)


3 Kommentare


Diese Gelassenheit hätte ich auch gern. Kannst Du mir nicht ein Stück abgeben?

Comment by stralau | 14:20




wunderbar formuliert; merci!

Comment by kunstbetrieb | 23:28




Wirklich großartig. Danke!

Comment by Peter | 17:08