Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Es ist ernst, es ist verdammt ernst; es wird täglich ernster; bis man sich der Langeweile ergibt vermutlich.

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Der Moment der Leere auf dem Höhepunkt mancher Feste, wenn man einen Augenblick nicht aufpasst und in einem Türrahmen strandet oder auf einem Balkon; im glasigen Blick verschwimmen dann die feiernden Freunde. Wenn man erwischt wird, lacht man und antwortet auf die Frage grübelst du? geht’s dir gut? mit alles in Ordnung und einer verbindlichen Geste; wenn man nicht erwischt wird, erwischt einen das Gefühl einer ungeheuren Konsequenz; die massive Tonnage der Folgerichtigkeit der Geschehnisse.

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Es gibt eine verborgene Struktur. Wenn im Spätsommer, abends, bei leichtem Wind, zwischen Laubbäumen, die Welt besonders transparent wird, zeichnet sie sich besonders deutlich ab in den Geräuschen und im Licht, im Knirschen von Kies unter den Sohlen, oder in einer Fensterscheibe auf dem Hügel — es ist so klar dann, was uns verbindet und was möglich ist.

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Man hüte sich vor Menschen mit geschlossenen Träumen.
(Geschlossene Träume handeln von Blumen.
Offene Träume handeln von Vasen. So in etwa.)

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Gummisohlen knirschen nicht auf Kies, es funktioniert nur mit Leder. Blöd für die, die an besagtem Spätsommerabend Turnschuhe angezogen haben.

Link | 19. März 2007, 3 Uhr 36 | Kommentare (1)


1 Kommentar


ob gummi oder leder, man muss auch auftreten.

Comment by kopffuessler | 21:11