Vigilien.

is there any any? nowhere known some?

Ah, miserabel, miserabel. Dieses Weblog hier ist vor die Wand gefahren, keinerlei Arbeit erledigt, die Küche ist immer noch ein Strafgericht und die Mails im Gesendet-Verzeichnis fühlen sich alle seltsam falsch an auf eine nicht einmal greifbare Art (Nun: Sind sie miserabel oder ist’s meine Optik?).

Drei zusammenassoziierte Probleme:
1. Was haben eigentlich die Leute gelernt, die diesen obskuren Chamisso-Preis vergeben und also für jene Gagalyrik verantwortlich sind, die so ärgerlich an Bahnhöfen herumhängt, von leuchtenden Ameisen unter den Lidern und ähnlich Bemühtpoetischem delirierend?
2. Zwei Minuten mit geschlossenen Lidern können lange, lange, lange sein und bieten endlos Raum für eine umfangreiche Hoffnungs-Erkundung, wenn man schläfrig und delirös genug ist, nur wie sortiert man hinterher die Illusionen aus?
3. Ist es in Ordnung oder zu passiv, sich an solchen Tagen kurzerhand matt und mit verhängtem Blick vor den dreckspuckenden Funkenkasten zu packen und untätig darauf zu bauen, daß es nur die eigene Optik ist, die einen zu einem so blöden Kerl macht und daß es vorbei gehen wird mit einem Anruf oder einer Nacht Schlaf.

Miserabel, miserabel.

Link | 4. September 2004, 20 Uhr 26