Vigilien.

wenn du aber lau bist, und weder kalt noch warm –

Mein Weblog, die Vigilien, gibt es seit 2004.
Seither ist mehr passiert, als ich verstanden habe.

Benannt ist es nach einer Erzählung von Stanislaw Przybyszewski.
Das Bild ist normalerweise das Balkonzimmer von Adolph von Menzel, aber darauf ist kein Verlaß.


not that reality has anything to do with it
reality is the toothbrush, waiting at home for you in its glass
a bus ticket
a paycheck
and a grave

(Orson Welles, F for Fake)

Wenn die Vigilien noch ein Thema haben, dann wohl dieses: Wie schwer es ist, richtig zu leben, und wie es doch gehen könnte, bemüht um einen aufrechten Gang und einen schüchternen Blick, es ist mehr zu erahnen als zu wissen, wie es gehen könnte. Man muß aufmerksam sein; überhaupt irrt man sich dauernd.

Anfangs lautete der programmatische Untertitel Immer auf der Suche nach jenem irrlichternden Abglanz — von Seele, nach einer Formulierung von Wolf Wondratschek aus einem Fernsehgespräch mit Alexander Kluge. Ich habe zu spät bemerkt, daß das auch eine Drohung war. Inzwischen könnte man die Situation etwa so zusammenfassen.

Die Vigilien werden trotzig immer in MEZ (“Winterzeit”) geführt.

14. May 2007 8:40 | Comments Off



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Just a poor wayfaring stranger traveling through a world of woe.